Schachtraining

Taktiktraining mit Thomas Bretschneider

Taktik kann man lernen!

Unter diesem Motto stand das gestrige Training mit Thomas Bretschneider. Anderthalb Stunden lang erweiterte er den taktischen „Werkzeugkoffer“ der Schachfreunde.

In achtzehn sorgfältig ausgewählten Aufgaben wurden nicht nur konkrete Varianten, sondern vor allem taktische Muster und Methoden in der Gruppe zusammengetragen. Wer jetzt noch seine Figuren ungedeckt lässt, hat es sich hoffentlich zweimal überlegt!

Und wer sich nun (zu Recht) ärgert, nicht dabei gewesen zu sein, für den gibt es hier einen kleinen ‚Nachgeschmack‘:

 

 (Für einen Tipp auf das Diagramm klicken.)

 

Taktikaufgaben III

Turmendspiele II

Training Turmendspiele II
13. Juni 2012

Download
Training Turmendspiele 2.pdf           Training Turmendspiele 2.doc

WaZ =Weiß am Zug (Standard)
SaZ = Schwarz am Zug (angegeben)

Die Diagramme können per Klick vergrößert werden.

A) König+Turm – König+Bauer (Wiederholung)

Pos1: Weiß: Kg7, Tg2 – Schwarz: Kg5, g4

  • Ÿ  1. Tg1! Schwarz kann nicht blocken (1:0)

Pos2: Weiß: Kd3, Th8 – Schwarz: Kb3, a3 (SaZ)

  • Stellung ist Remis mit Pattidee
  • Ÿ1… Kb2 2. Tb8+ Kc1 3. Ta8 Kb2 4. Kd2 a2 5. Tb8+ Ka1 =

Übung

  • Weiß: Ke7, Td4 – Schwarz: Ke5, d5 (Lösung am Ende)

B) König+Turm – König+2B

  • Ÿ  König blocken
  • Ÿ  vorderen Bauern angreifen

Pos3: Weiß: Kc5, a6, b5 – Schwarz: Ke1, Ta1

  • 1. Tb6 Kd2 (1. b6? Ta5+ =) 2. Ka7! (2. a7? Kc3 =) 1:0

C) König+Turm+Bauer – König+Turm

  • Ÿ  horizontale + vertikale Schachs berücksichtigen
  • Ÿ  Philidor-Technik =
  • Ÿ  Lucena-Technik (1:0, nur Randbauer Remis, z.B. W: Kg8, Ta2, g7 – S: Ke7, Th1)

Pos4: Weiß: Kf3, Ta8, a6 – Schwarz: Kg7, Ta1 (SaZ)

  • Ÿ  abwarten verliert
  • Ÿ  1… Tf1+ 2. Ke4 Tf6! (Vancura-Position), z.B. 3. a7 Ta6 =

Pos5: (schwer) Weiß: Kf4, Ta8, a6 – Schwarz: Kg7, Ta1 (Dvoretzki, 153) (SaZ)

  • Ÿ  1… Tb1? 2. Ta7+ Kf6 3. Ke4 Tb6 4. Th7! (1:0)
  • Ÿ  1… Tc1! 2. Tb8 Ta1 3. Tb6 Ta5! (3… Kf7? 1:0, warum?) 4. Ke4 Kf7 5. Kd4 Ke7 =
  • (5. Th6 Kg7!, warum nicht Ke7?)

Übungen

  • Ex2: Weiß: Ke2, Tc1 – Schwarz: Kc5, Td7, c4 (Lösung am Ende)
  • Ex3: (Drink) Weiß: Kb4, Tc2, b6 – Schwarz: Kd7, Tc8 (Lösung am Ende)
  • Ex4: Weiß: Kc8, Th7, c7 – Schwarz: Ka6, Tc2, h2 (Lasker-Studie, Lösung am Ende)
  • Ex5: Weiß: Ke3, Ta7, a5 – Schwarz: Kg6, Tg5 (Short – Amonatov, 2012) (SaZ)
  • Was ist von 68. … Kf6 zu halten? Was ist die Idee von Schwarz?

D) König+Turm+2 Bauer gegen König+Turm

  • Ÿ  meistens gewonnen, aber Stellung mit a+c/f+h-Bauer hat Remistendenz:
  • Ÿ  Hauptgefahr für Verteidiger: König wird auf Grundlinie abgeschnitten, 1:0)
  • Ÿ  Verteidigungsturm weit vom gegnerischen König
  • Ÿ  Angreifer kann geeignet Bauer anbieten, Verteidiger kann ihn sehr oft nicht nehmen (wie üblich: richtiger Augenblick)

Pos6: Weiß: Kg4, Ta6, f4, h5 – Schwarz: Kg7, Tb5 (nur Ansätze, Dvoretzky, 159)

  • Ÿ  (1. f5)
  • 1. Tg6 Kf7 2. Tg5 Tb1 3. Tc5 Kf6 (3. h6 Ta1!, da Tg1? 1:0, da König abgedrängt wird)
    4. Tc6+ Kg7! (4… Kf7? 1:0, da König abgedrängt wird – wie?) 5. Kg5 Tg1+ 6. Kf5 Ta1 7. Tc7+ Kh6! =

Pos7: Weiß: Ka1, Th8 – Schwarz: Kc2, Td2, a2, c4

  • Ÿ  (1. Ka2? 0:1 Warum? So ne Art Lucena)
  • Ÿ  1. Th4! c3 2. Ka2:! Kc1+ 3. Kb3 c2 4. Kc3 =

Pos8: Weiß: Ka1, Th7, g6, h5 – Schwarz: Kg8, Tg3

  • Ÿ(wahnsinnig komplex, der Schönheit wegen, Dvoretzky, 157)
    Ÿ  Merke: 1:0, wenn die fünfte Reihe erreicht
  • Es gibt korrespondierende Felder (letztlich wKf2, sTh3 => WaZ = / SaZ 1:0)
  • (1. Kg2 Ta3 2. Tb7 Ta5! = / 1. h6 Th5!= / Wie gewinnt Weiß, wenn SaZ?)
    1. Ka2! 1:0 („völlig klar“)
    (1. Kb1? Tb3+ 2. Kc2 Tg3! oder 2. Kc1 Tc3+ 3. Kd2 Th3!)

E) Turmendspiele mit mehreren Bauern

  • Ÿ  Aktivität! (König nicht abdrängen lassen / König abdrängen)
  • Ÿ  Verbundene Bauern sind stärker als einzelne
  • Ÿ  Mehrbauer mit Bauern auf einem Flügel
  • Ÿ  je weniger Bauern, desto besser für Verteidiger
  • Ÿ  gelingt es Freibauer zu bilden (stärkere Partei besitzt noch weitere/n Bauern) => 1:0

E1) Bauern auf verschiedenen Flügeln

Pos9: Weiß: Kb2, Tb6, a5, c2, g2 – Schwarz: Kg7, Td8, f7, g5, h4 (SaZ)

  • Ÿ  beispielhaft
  • Ÿ  1… g4 2. a6 f5 3. a7 Ta8 4. Ta6 g3 5. Kc3 f4 6. Ta1 f3 7. Kd3 fg 8. Ke2 Tf8! (0:1)

Pos10: Weiß: Ke2, Ta8, a6, f2, g3, h4 – Schwarz: Ke4, Ta3, f6, g6, h5

  • Ÿ  Vorfrage: Wann sinnvoll a-Bauer vorzuschieben?
  • Ÿ   Tausch gegen andere B erzwingen
  • Ÿ  Turmgewinn
  • Ÿ  Turmtausch mit Sieg im Bauernendspiel
  • Ÿ  Merke: nicht zu schnell vorschieben
  • Ÿ  1. f3+ Kf5 2. a7! (1:0) Warum?
  • Ÿ  Idee: Tausch a-B gegen andere Bauern, Plan: wK=>h6, wT=>g8 (sog. Unzicker-Plan)

Pos11: Weiß: Ke3, Ta8, a6, f4, g3, h2 – Schwarz: Kg7, Ta2, f5, g4, h6

  • Ÿ  1:0 – Plan? Weiß gewinnt f-Bauer, eigener f-Bauer läuft
  • Ÿ  1. a7!

Pos12: Weiß: Ke3, Tb8, b6, f2, g3, h2 – Schwarz: Kh7, Tb2, f5, g4, h6

  • Ÿ  Bedeutung Unterschied zu Pos11? Es entsteht kein Freibauer auf der f-Linie
  • Ÿ  => 1. b7? Kg7 2. Kd5 Tb5 3. Kc4 Tb2 4. Kd5 Td2+ 5. Ke5 Te2+ 6. Kf5: Tf2:+ = (üben!)
  • Ÿ  1. Kd4! Tf2: 2. Tc8 Tb2 3. Tb7+ Kg6 4. b7 (1:0)

E2) Bauern auf gleichem Flügel

Pos13: Weiß: Kg3, Tb3, h3 – Schwarz: Kh5, Tc4, f5, g5

  • Ÿ  1. Tb8! f4+ 2. Kg2 Tc2+ 3. Kf3! (3. Kg1? Kh4 4. Tb3 Te2! 0:1)
  • 3… Th2 4. Th8 Kg6 5. Tg8+ Kf6 6. Th8 Kg7 7. Th5!=

Pos14: Weiß: Kf3, Ta4,

e3, f2, g3, h5 – Schwarz: Kg8, Tb7, e5, f6, h7

  • Ÿ  Aktivität entscheidet, König dringt ein (Bsp.partie Kortchnoi)
    47. Kg4 Kg7 48. Ta2 Kh6 49. Kf5 Tb6 50. e4 Tc6 51. f4 ef 52. gf Tc5 53. Kf6: Kh5: (1:0)

Pos15: Weiß: Kg1, Tc5, e3, f2, g3, h2 – Schwarz: Kg8, Tb8, f7, g6, h7

  • Ÿ  Einleitungsposition für spätere Positionen
    SaZ: 1… h5! / WaZ: 1. g4! (So wird Bildung eines Freibauern ohne Bauerntausch massiv erschwert)

Pos16: Weiß: Kf5, Ta2, e4, f4, g4, h5 – Schwarz: Kf7, Tb7, f6, g7, h6

  • Ÿ  Botvinnik gegen Najdorf
  • Ÿ  1. Ta5 Tc7 2. Td5! (Turmtausch nicht möglich) Ta7 3. e5 fe 4. fe (Freibauer => 1:0) Ke7
    5. e6! Ta4!? (beste Verteidigung) 6. g5 Ta7 7. Te5! hg 8. Kg5: Ta1 9. Kg6 Tf1 10. Kg7: Tg1+ 11. Kh6 Tg2 12. Tg5! (1:0)

Pos17: Weiß: Kg2, Tc2, e4, f2, g3, h4 – Schwarz: Kg8, Ta3, f7, g7, h6 (Kortchnoi)

  • Ÿ (1. g4? h5!)
  • Ÿ 1. h5! Ta5! (zusammen mit f6 Freibauerbildung erschweren) 2. g4 f6! (König bleibt nahe beim Freibauer)
    3. Tc8+ Kf7 4. Tc7+ Kg8! (s.u.) 5. Kf3 Ta3+ 6. Kf4 Ta2 7. Kf5 Kh7! (s.o.)
    8. f4 Tf2!= (Freibauerbildung nicht möglich, daher oben mit Ta5 den Zug g4 erzwungen)

F) Übungen

  • Ex6: Weiß: Ke7, Tg2 – Schwarz: Ke3, e5 (Drink!)
  • Ex7: Weiß: Kg2, Ta3, f2 – Schwarz: Kd2, Ta1, a2, e4, e5 (Drink!) (SaZ)
  • Ex8: Weiß: Kg2, Ta2, a5, f2, g3, h4 – Schwarz: Kf6, Ta6, f7, g6, h5
  • Ex9: Weiß: Kf4, Ta8, a7, f3, g3, h4 – Schwarz: Kg7, Ta1, g6, h5 (WaZ und SaZ, Drink!)

Lösungen der Übungen

  • Ex1: 1. Td2! d4 2. Td1!! (1:0)
  • Ex2: 1. Td1! (Bauernendspiel ist Remis)
  • Ex3: 1. Tc5! Tc6 2. Kb5 Th6 (1:0 – Lucena) / 2… Tc5: (1:0, Bauernendspiel gewonnen)
  • Ex4: 1. Kb8! Tb2+ 2. Ka8 Tc2 3. Th6+ usw (Leiter, dann auf h2 nehmen, Dame gegen Turm, 1:0)
  • Ex5: 68. … Kf6?! ist ein Schritt in die falsche Richtung (verliert noch nicht, zeigt aber, dass Amonatov das richtige Vorgehen nicht zur Hand hatte). Das ist eine Vancura-Position. Der König sollte auf der g- oder h-Linie bleiben und der Turm bleibt auf der sechsten Reihe. Richtig wäre z.B. 68. … Tb5 69. a6 Tb6! (klassische Vancuraposition). Wenn sich der König nähert (statt a6), geht der Turm zu geeigneter Zeit wieder auf die f-Linie und gibt Schachs.
    Partiefortsetzung: 68. … Kf6?! 69. a6 Ta5? 70. Ta8! (die Stellung sollte wieder bekannt sein) 70. … Ta4 71. Kd3 Kg7 72. Kc3 Tf4 73. Ta7+! Kg6 74. Tb7! Ta4 75. a7 …. (1:0)
  • Ex6: 1. Ke6! e4 2. Tg5! (Kf3) 3. Tf5+ Kg2 4. Te5! (1:0)
  • Ex7: 1… e3! 2. fe e4 3. Kh2 (3. Kf2 Th1! 0:1) Kc1! 4. Ta8 Tb1! 5. Ta2: Tb2! (0:1) 
  • Ex8: Plan: (i) wK läuft nach b5 (ii) wK läuft zum Königsflügel und gewinnt Bauern (1:0)
  • Ex9: SaZ: Schachs von der Seite = WaZ: 1. g4 hg 2. Kg4: und 3. h5 (1:0) / 1… Ta4+ 2. Kg3 hg 3. f4! (1:0)

Turmendspiele II.

Zu Turmendspiele I.

Training Turmendspiele II
13. Juni 2012

Download
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WaZ =Weiß am Zug (Standard)
SaZ = Schwarz am Zug (angegeben)

Die Diagramme können per Klick vergrößert werden.

A) König+Turm – König+Bauer (Wiederholung)

Pos1: Weiß: Kg7, Tg2 – Schwarz: Kg5, g4

  • Ÿ  1. Tg1! Schwarz kann nicht blocken (1:0)

Pos2: Weiß: Kd3, Th8 – Schwarz: Kb3, a3 (SaZ)

  • Stellung ist Remis mit Pattidee
  • Ÿ1… Kb2 2. Tb8+ Kc1 3. Ta8 Kb2 4. Kd2 a2 5. Tb8+ Ka1 =

Übung

  • Weiß: Ke7, Td4 – Schwarz: Ke5, d5 (Lösung am Ende)

B) König+Turm – König+2B

  • Ÿ  König blocken
  • Ÿ  vorderen Bauern angreifen

Pos3: Weiß: Kc5, a6, b5 – Schwarz: Ke1, Ta1

  • 1. Tb6 Kd2 (1. b6? Ta5+ =) 2. Ka7! (2. a7? Kc3 =) 1:0

C) König+Turm+Bauer – König+Turm

  • Ÿ  horizontale + vertikale Schachs berücksichtigen
  • Ÿ  Philidor-Technik =
  • Ÿ  Lucena-Technik (1:0, nur Randbauer Remis, z.B. W: Kg8, Ta2, g7 – S: Ke7, Th1)

Pos4: Weiß: Kf3, Ta8, a6 – Schwarz: Kg7, Ta1 (SaZ)

  • Ÿ  abwarten verliert
  • Ÿ  1… Tf1+ 2. Ke4 Tf6! (Vancura-Position), z.B. 3. a7 Ta6 =

Pos5: (schwer) Weiß: Kf4, Ta8, a6 – Schwarz: Kg7, Ta1 (Dvoretzki, 153) (SaZ)

  • Ÿ  1… Tb1? 2. Ta7+ Kf6 3. Ke4 Tb6 4. Th7! (1:0)
  • Ÿ  1… Tc1! 2. Tb8 Ta1 3. Tb6 Ta5! (3… Kf7? 1:0, warum?) 4. Ke4 Kf7 5. Kd4 Ke7 =
  • (5. Th6 Kg7!, warum nicht Ke7?)

Übungen

  • Ex2: Weiß: Ke2, Tc1 – Schwarz: Kc5, Td7, c4 (Lösung am Ende)
  • Ex3: (Drink) Weiß: Kb4, Tc2, b6 – Schwarz: Kd7, Tc8 (Lösung am Ende)
  • Ex4: Weiß: Kc8, Th7, c7 – Schwarz: Ka6, Tc2, h2 (Lasker-Studie, Lösung am Ende)
  • Ex5: Weiß: Ke3, Ta7, a5 – Schwarz: Kg6, Tg5 (Short – Amonatov, 2012) (SaZ)
  • Was ist von 68. … Kf6 zu halten? Was ist die Idee von Schwarz?

D) König+Turm+2 Bauer gegen König+Turm

  • Ÿ  meistens gewonnen, aber Stellung mit a+c/f+h-Bauer hat Remistendenz:
  • Ÿ  Hauptgefahr für Verteidiger: König wird auf Grundlinie abgeschnitten, 1:0)
  • Ÿ  Verteidigungsturm weit vom gegnerischen König
  • Ÿ  Angreifer kann geeignet Bauer anbieten, Verteidiger kann ihn sehr oft nicht nehmen (wie üblich: richtiger Augenblick)

Pos6: Weiß: Kg4, Ta6, f4, h5 – Schwarz: Kg7, Tb5 (nur Ansätze, Dvoretzky, 159)

  • Ÿ  (1. f5)
  • 1. Tg6 Kf7 2. Tg5 Tb1 3. Tc5 Kf6 (3. h6 Ta1!, da Tg1? 1:0, da König abgedrängt wird)
    4. Tc6+ Kg7! (4… Kf7? 1:0, da König abgedrängt wird – wie?) 5. Kg5 Tg1+ 6. Kf5 Ta1 7. Tc7+ Kh6! =

Pos7: Weiß: Ka1, Th8 – Schwarz: Kc2, Td2, a2, c4

  • Ÿ  (1. Ka2? 0:1 Warum? So ne Art Lucena)
  • Ÿ  1. Th4! c3 2. Ka2:! Kc1+ 3. Kb3 c2 4. Kc3 =

Pos8: Weiß: Ka1, Th7, g6, h5 – Schwarz: Kg8, Tg3

  • Ÿ(wahnsinnig komplex, der Schönheit wegen, Dvoretzky, 157)
    Ÿ  Merke: 1:0, wenn die fünfte Reihe erreicht
  • Es gibt korrespondierende Felder (letztlich wKf2, sTh3 => WaZ = / SaZ 1:0)
  • (1. Kg2 Ta3 2. Tb7 Ta5! = / 1. h6 Th5!= / Wie gewinnt Weiß, wenn SaZ?)
    1. Ka2! 1:0 („völlig klar“)
    (1. Kb1? Tb3+ 2. Kc2 Tg3! oder 2. Kc1 Tc3+ 3. Kd2 Th3!)

E) Turmendspiele mit mehreren Bauern

  • Ÿ  Aktivität! (König nicht abdrängen lassen / König abdrängen)
  • Ÿ  Verbundene Bauern sind stärker als einzelne
  • Ÿ  Mehrbauer mit Bauern auf einem Flügel
  • Ÿ  je weniger Bauern, desto besser für Verteidiger
  • Ÿ  gelingt es Freibauer zu bilden (stärkere Partei besitzt noch weitere/n Bauern) => 1:0

E1) Bauern auf verschiedenen Flügeln

Pos9: Weiß: Kb2, Tb6, a5, c2, g2 – Schwarz: Kg7, Td8, f7, g5, h4 (SaZ)

  • Ÿ  beispielhaft
  • Ÿ  1… g4 2. a6 f5 3. a7 Ta8 4. Ta6 g3 5. Kc3 f4 6. Ta1 f3 7. Kd3 fg 8. Ke2 Tf8! (0:1)

Pos10: Weiß: Ke2, Ta8, a6, f2, g3, h4 – Schwarz: Ke4, Ta3, f6, g6, h5

  • Ÿ  Vorfrage: Wann sinnvoll a-Bauer vorzuschieben?
  • Ÿ   Tausch gegen andere B erzwingen
  • Ÿ  Turmgewinn
  • Ÿ  Turmtausch mit Sieg im Bauernendspiel
  • Ÿ  Merke: nicht zu schnell vorschieben
  • Ÿ  1. f3+ Kf5 2. a7! (1:0) Warum?
  • Ÿ  Idee: Tausch a-B gegen andere Bauern, Plan: wK=>h6, wT=>g8 (sog. Unzicker-Plan)

Pos11: Weiß: Ke3, Ta8, a6, f4, g3, h2 – Schwarz: Kg7, Ta2, f5, g4, h6

  • Ÿ  1:0 – Plan? Weiß gewinnt f-Bauer, eigener f-Bauer läuft
  • Ÿ  1. a7!

Pos12: Weiß: Ke3, Tb8, b6, f2, g3, h2 – Schwarz: Kh7, Tb2, f5, g4, h6

  • Ÿ  Bedeutung Unterschied zu Pos11? Es entsteht kein Freibauer auf der f-Linie
  • Ÿ  => 1. b7? Kg7 2. Kd5 Tb5 3. Kc4 Tb2 4. Kd5 Td2+ 5. Ke5 Te2+ 6. Kf5: Tf2:+ = (üben!)
  • Ÿ  1. Kd4! Tf2: 2. Tc8 Tb2 3. Tb7+ Kg6 4. b7 (1:0)

E2) Bauern auf gleichem Flügel

Pos13: Weiß: Kg3, Tb3, h3 – Schwarz: Kh5, Tc4, f5, g5

  • Ÿ  1. Tb8! f4+ 2. Kg2 Tc2+ 3. Kf3! (3. Kg1? Kh4 4. Tb3 Te2! 0:1)
  • 3… Th2 4. Th8 Kg6 5. Tg8+ Kf6 6. Th8 Kg7 7. Th5!=

Pos14: Weiß: Kf3, Ta4,

e3, f2, g3, h5 – Schwarz: Kg8, Tb7, e5, f6, h7

  • Ÿ  Aktivität entscheidet, König dringt ein (Bsp.partie Kortchnoi)
    47. Kg4 Kg7 48. Ta2 Kh6 49. Kf5 Tb6 50. e4 Tc6 51. f4 ef 52. gf Tc5 53. Kf6: Kh5: (1:0)

Pos15: Weiß: Kg1, Tc5, e3, f2, g3, h2 – Schwarz: Kg8, Tb8, f7, g6, h7

  • Ÿ  Einleitungsposition für spätere Positionen
    SaZ: 1… h5! / WaZ: 1. g4! (So wird Bildung eines Freibauern ohne Bauerntausch massiv erschwert)

Pos16: Weiß: Kf5, Ta2, e4, f4, g4, h5 – Schwarz: Kf7, Tb7, f6, g7, h6

  • Ÿ  Botvinnik gegen Najdorf
  • Ÿ  1. Ta5 Tc7 2. Td5! (Turmtausch nicht möglich) Ta7 3. e5 fe 4. fe (Freibauer => 1:0) Ke7
    5. e6! Ta4!? (beste Verteidigung) 6. g5 Ta7 7. Te5! hg 8. Kg5: Ta1 9. Kg6 Tf1 10. Kg7: Tg1+ 11. Kh6 Tg2 12. Tg5! (1:0)

Pos17: Weiß: Kg2, Tc2, e4, f2, g3, h4 – Schwarz: Kg8, Ta3, f7, g7, h6 (Kortchnoi)

  • Ÿ (1. g4? h5!)
  • Ÿ 1. h5! Ta5! (zusammen mit f6 Freibauerbildung erschweren) 2. g4 f6! (König bleibt nahe beim Freibauer)
    3. Tc8+ Kf7 4. Tc7+ Kg8! (s.u.) 5. Kf3 Ta3+ 6. Kf4 Ta2 7. Kf5 Kh7! (s.o.)
    8. f4 Tf2!= (Freibauerbildung nicht möglich, daher oben mit Ta5 den Zug g4 erzwungen)

F) Übungen

  • Ex6: Weiß: Ke7, Tg2 – Schwarz: Ke3, e5 (Drink!)
  • Ex7: Weiß: Kg2, Ta3, f2 – Schwarz: Kd2, Ta1, a2, e4, e5 (Drink!) (SaZ)
  • Ex8: Weiß: Kg2, Ta2, a5, f2, g3, h4 – Schwarz: Kf6, Ta6, f7, g6, h5
  • Ex9: Weiß: Kf4, Ta8, a7, f3, g3, h4 – Schwarz: Kg7, Ta1, g6, h5 (WaZ und SaZ, Drink!)

Lösungen der Übungen

  • Ex1: 1. Td2! d4 2. Td1!! (1:0)
  • Ex2: 1. Td1! (Bauernendspiel ist Remis)
  • Ex3: 1. Tc5! Tc6 2. Kb5 Th6 (1:0 – Lucena) / 2… Tc5: (1:0, Bauernendspiel gewonnen)
  • Ex4: 1. Kb8! Tb2+ 2. Ka8 Tc2 3. Th6+ usw (Leiter, dann auf h2 nehmen, Dame gegen Turm, 1:0)
  • Ex5: 68. … Kf6?! ist ein Schritt in die falsche Richtung (verliert noch nicht, zeigt aber, dass Amonatov das richtige Vorgehen nicht zur Hand hatte). Das ist eine Vancura-Position. Der König sollte auf der g- oder h-Linie bleiben und der Turm bleibt auf der sechsten Reihe. Richtig wäre z.B. 68. … Tb5 69. a6 Tb6! (klassische Vancuraposition). Wenn sich der König nähert (statt a6), geht der Turm zu geeigneter Zeit wieder auf die f-Linie und gibt Schachs.
    Partiefortsetzung: 68. … Kf6?! 69. a6 Ta5? 70. Ta8! (die Stellung sollte wieder bekannt sein) 70. … Ta4 71. Kd3 Kg7 72. Kc3 Tf4 73. Ta7+! Kg6 74. Tb7! Ta4 75. a7 …. (1:0)
  • Ex6: 1. Ke6! e4 2. Tg5! (Kf3) 3. Tf5+ Kg2 4. Te5! (1:0)
  • Ex7: 1… e3! 2. fe e4 3. Kh2 (3. Kf2 Th1! 0:1) Kc1! 4. Ta8 Tb1! 5. Ta2: Tb2! (0:1) 
  • Ex8: Plan: (i) wK läuft nach b5 (ii) wK läuft zum Königsflügel und gewinnt Bauern (1:0)
  • Ex9: SaZ: Schachs von der Seite = WaZ: 1. g4 hg 2. Kg4: und 3. h5 (1:0) / 1… Ta4+ 2. Kg3 hg 3. f4! (1:0)
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Turmendspiele I

zu Turmendspiele II.

A) Grundlegende Prinzipien (aber: keine Regel ohne Ausnahme)

  •  König und Turm aktiv einsetzen
  •  Türme gehören hinter Freibauern
  •  Verteidigungsprinzip vertikale/horizontale Schachs erfordert größtmöglichen
  •  Abstand zum gegnerischen König
  •  Gegnerischen König abschneiden oder blockieren

Im Folgenden ist immer Weiß am Zug, wenn nicht anders angegeben.

B) K+T gegen K+B

2. Weiß: Kh8, Tg7 – Schwarz: Kc6, b4

  •  “normales” Ranlaufen 1. Kh7 ist nur Remis
  •  1. Tg5! Gewinnt (1. … b3 2. Tg3!)

3. Weiß: Kf5, f7 – Schwarz: Kc6, Tf1

  •  Stellung ist Remis nach 1. Ke6!
  •  Für die schwächere Partei ist es überlebenswichtig, den gegnerischen König zu blocken

4. Weiß: Kb7, Ta6 – Schwarz: Kg4, g5

  •  “normale” Reaktion 1. Kc6? ist nur Remis
  •  1. Tf6! gewinnt, da der weiße König nicht abgedrängt werden kann

5. Weiß: Kg7, Tg2 – Schwarz: Kg5, g4

  •  Zieht Weiß den König, wird der König geblockt
  •  1. Tg1! Kh4 2. Kf6! gewinnt, da Schwarz den weißen König nicht blocken kann

C) K+T gegen K+B+B

1. Weiß: Ka6, Tf7 – Schwarz: Kh8, c4, d3

  •  1. Td7! gewinnt
  •  Ist Schwarz am Zug, gewinnt 1. … c3 für ihn

2. Weiß: Ka6, a4, b4 – Schwarz: Kd4, Th7

  •  Weiß kann Remis halten, muss aber gegnerischen König blocken
  •  Daher 1. b5? Kc5 und Schwarz gewinnt (üben!)
  •  1. a5! Th6+ (die kritische Variante) 2. Kb7? und Schwarz gewinnt (üben!)
  •  1. a5! Th6+ 2. Kb5! (blocken!) und Remis

D) K+T+B gegen K+T

1. Weiß: Kf2, Ta7 – Schwarz: Kh8, Ta1, a2

  •  Stellung ist Remis (1. Kg2!)
  •  1. Ke2? Verliert nach 1. … Th1!

2. Weiß: Kg2, Ta7 – Schwarz: Kg8, Ta1, a3

  •  Stellung ist Remis, allerdings nur mit guter Technik
  •  Passives Vorgehen (weißer König pendelt) verliert
  •  1. Ta4! Kf7 2. Tf4+ Ke6 3. Tf3! (schwarzer Turm kann Posten nicht sinnvoll verlassen)
    • 3. … a2 4. Ta3! Remis,
    • 3. … Kd5 4. Kh2 Kc4 5. Tg3 und vertikale Schachs

3. Weiß: Kh1, Ta1 – Schwarz: Kh3, Tb2, g3

  •  Stellung ist Remis, wenn Weiß passiv bleibt (gilt nur für Bauern a,b,g,h),
  •  Daher 1. Tc1!

4. Weiß: Kf1, Ta1 – Schwarz: Kg3, Tb2, f3

  •  nichts zu machen, die inneren Bauern gewinnen in dieser Stellung immer

5. Weiß: Ke1, Ta1 – Schwarz: Kf4, Tb2, e4

  •  Stellung ist Remis; Prinzip: gegnerischen König nicht die 6. Reihe besetzen lassen
  •  1. Ta3! e3 2. Ta8! (Philidor-Technik)
  •  Ist Schwarz in der Ausgangsstellung am Zug, gewinnt 1. … Kf3! (nicht 1. … e3?)

6. Weiß: Kc1, Th8 – Schwarz: Kb3, Tg2, c4

  •  Weiß hält Remis mit wichtigem Manöver
  • 1. Tc8! Kc3 2. Kb1! Tg1+ 3. Ka2 T

    c1 4. Th8! (Drohung mit vertikalen Schachs) Td1 5. Tc8! (Bauer wird an die Leine gelegt)

  • Wichtig: König geht auf die kurze Seite, um später vertikale Schachs zu ermöglichen
  • Wie gewinnt Schwarz nach 2. Kd1? Üben (Tip: Schlüsselzug ist Tc1)

7. Weiß: Kg8, Ta2, g7 – Schwarz: Ke7, Th1

  •  Weiß gewinnt immer mit Lucena-Technik
  •  innere Bauern sind noch leichter gewonnen, Randbauern allerdings Remis
  •  1. Te2+ Kd7 2. Te4! (Brückenbau) Th2 3. Kf7 Tf2+ 4. Kg6 Tg2+ 5. Kf6 Tf2+ 6. Kg5!

8. Weiß: Kf3, Te1, f4 – Schwarz: Kd6, Ta8

  • Stellung ist gerade noch Remis, stünde König bereits auf g4 oder Bauer auf f5, gewänne Weiß (mindestens drei Felder zwischen König und Turm notwendig)
  •  1. f5 Ta4!
  • 1. Kg4 Tg8+ 2. Kh5 Tf8 3. Te4 Kd5! (Weiß darf kein Tempo gewinnen, um Bauer oder König voranzubringen, s.o.)

E) komplexere Endspiele

1. Weiß: Ke2, Tb2, f2 – Schwarz: Kg4, Ta3, e4, f5

  •  Stellung ist Remis, aber Weiß muss aktiv spielen.
  • Übung: Wie gewinnt Schwarz, wenn Weiß passiv (1. Tc2) spielt?
  •  1. Tb4! (Bauern werden am Vorrücken gehindert) 1. … Ta2+ 2. Kf1 f4
  • 3. Te4: Kf3 4. Te8 Tf2:+ 5. Kg1! (kurze Seite, Verteidigung wie oben)

2. Weiß: Kf3, Tc8, c7, f5, g2, h3 – Schwarz: Kh7, Tc6, f6, g7, h5

  • Stellung ist gewonnen für Weiß, aber:
    • Sofortiges Ranlaufen mit dem König bringt nichts
    • Der Bauer h5 kann nicht erobert werden
  • Idee: Abtausch g-Bauer, König läuft nach f7, h-Bauer geht bis h6
  • 1. h4! Tc1 2. g4 Tc3+ 3. Kf2 Tc5 4. Ke3 hg 5. Kf4 Tc4+ 6. Kg3! Tc1 7. Kg4: Tc2 8. Kf4 …

F) Übungen und Ausblicke

1. Weiß: Kf4, Td8 – Schwarz: Kh2, a3, b3

  •  Weiß gewinnt durch Mattdrohungen
  •  1. Td2+ Kg1 (1. … Kh1 2. Kf3 mit Matt) 2. Kf3 a2 3. Td1+ Kh2 4. Ta1!

2. Weiß: Kf8, Tb1, f7 – Schwarz: Kh5, Tg2

  •  Weiß gewinnt
  •  1. Ke7 Te2+ 2. Kf6 Tf2+ 3. Kg7 Tg2+ 4. Kh7 Tf2 5. Th1+ Kg5 6. Kg7

3. Weiß: Kd2, Ta8, a7, f5 – Schwarz: Kh4, Ta3, g7, h5 (Schwarz am Zug)

  •  Warum ist 1. … Kg4 nicht gut?
  •  1. … Kg5! hält leicht Remis (üben)

4. Weiß: Kh5, Ta7, g4, f5 – Schwarz: Kg8, Tg1, f6 (Schwarz am Zug)

  •  1. … Tg2! (sehr instruktiv – Bauern werden konsequent am Vormarsch gehindert) 2. Kg6 Tg4:+ 3. Kf6: Tf4! (Verteidigung wie oben)

5. Weiß: Kf3, Tf4, g2 – Schwarz: Ka4, Tc2, b4

  •  Zeit ist entscheidend, so dass Weiß hier hart ums Remis kämpfen muss
  •  1. g4? Tc3+ 2. Kf2 (nicht Ke4 wegen Tc4+) und Schwarz gewinnt ziemlich leicht
  •  1. Te4? Ka3 2. g4 b3 3. Te8 Tc4! -+
  •  1. Tf8! b3 2. Ta8+ Kb4 3. Tb8+ Ka3 4. g4 und Remis

6. Weiß: Ke3, Tc1 – Schwarz: Kc6, Td6, c5 (Schwarz am Zug)

  •  Stellung ist Remis, erfordert aber Präzision
  •  1. … Kb5 und Remis wie in D8
  •  1. … Td7 und jetzt?
  • 2. Ke2 verliert (warum?)
  • 2. Ke4 ist der prinzipielle Zug, der Remis hält (warum?)
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Taktikaufgaben II

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Taktikaufgaben I

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