Bericht der Saison 2000/01

1.Spieltag
Die Schachfreunde FFM starteten sehr schlecht in die neue Saison, denn in 3 Mannschaftswettkaempfen holten sie nur ein Unentschieden. Die I. und die II. Mannschaft verloren ihre Heimkaempfe mit 4,5 gegen Obertshausen bzw. mit 5,5 gegen Bad Nauheim II, nur der III. gelang wenigstens ein Unentschieden gegen Makkabi. Schauen wir uns die Wettkampfverlaeufe im einzelnen an:

Die I. Mannschaft verlor sehr ungluecklich mit 3,5:4,5, da man 1. nur mir 7 Mannen spielte und 2. Bela Soos am Spitzenbrett nur remisierte gegen einen DWZ stark unterlegenen Gegner. Aber es war kein einfaches Remis, denn Bela versuchte unter Bauernopfer zu gewinnen, verpasste dann aber im Endspiel den Gewinnweg. Recht frueh endete die Partie am 3. Brett wo Kratzer verlor. Dr. Biller wurde als Ersatzmann am 8. Brett eingespannt, spielte leicht remislich, gewann aber durch seine Endspieltechnik. Behnick am 2. und Thieme am 7. Brett remisierten jeweils. Das 6. Brett erschien leider nicht zum Spieltag. Am 4. Brett spielte Herges mit weiss sehr agressiv aus der Eroeffnung heraus, erspielte sich so leichten Vorteil, den er dann im Endspiel verwertete. Kabir verlor leider am 5. Brett. Ein verpatzter Saisonstart nach dem Abstieg.

Die II. Mannschaft startete sehr schlecht in die Bezirksoberliga. 8 gegen 7 hiess das Duell, doch die kampflose Partie, war auch die einzige Partie, die die 2. an diesem Tag gewann. Nicht, das sie keine Chancen hatte, doch diese wurden vergeben. Dabei sah die Mannschafsaufstellung gar nicht so schlecht aus, fuer Ulrich und Jose rueckten Jaeger und Bernd Neudel in die Mannschaft. Bernd gewann kampflos und Jaeger erwischte einen schlechten Tag mit schwarz am 7. Brett, genau wie Euler am 5., denn beide spielten sehr passiv, hatten heine Angriffschancen, so dass sie irgendwann dem Koenigsdruck nicht mehr standhalten konnten und verloren. Das 1. und 3. Brett spielten sehr aggressiv, denn Andres opferte schnell einen Bauern und ich am 3. im 12. Zug die Figur. Andres bekam schnell seinen Bauern wieder, stand ausgeglichen im Mittelspiel, besser im Turmendspiel mit 2 Freibauern gegen 1, doch er remisierte nur. Mein Gegner nahm das aussichtsreiche Opfer nicht gleich an, sondern griff erst noch eine Figur von mir an, ich mit einer meiner anderen wieder 2 von seinen, also eine sehr knifflige Situation, und ploetzlich hatte ich nicht mehr den Mut weiter in der Opferkombination zu spielen und wickelte so ab, dass ich 2 Figuren gegen Turm und 2 Koenigsbauern gab. Diese Situation zu beurteilen faellt mir sehr schwer (meinen PC habe ich noch nicht bemueht), aber meine Zeit war schon knapp bemessen, denn ich verpasste erst noch einen klaren Gewinnweg, bis ich dann patzte. Das Opferergebnis hiess also leider 0:1. Kasper am 2. kam mit weiss sehr gut aus der Eroeffnung, stand im Mittelspiel leicht besser und als ich dann aufs Brett schaute gab er auf. Wie auch immer es dann zu dieser Situation kam. Am 4 Brett spielte Telat sehr stark, die Figuren wurden schnell getauscht und der Gegner bot in leicht schlechterer Stellung remis, Telat spielte weiter, verschlechterte seine Stellung, doch sie einigten sich auf Remis. Jonathan opferte in der Eroeffnung am 6. Brett einen Bauern, im Mittelspiel kam er noch um einen, doch er schaffte es in einem gleichfarbigem Laeuferendspiel mit ineinanderverkeilten Bauern remis zu halten. Das war schon eine Leistung. Man merkt dass Jan und Ulrich nicht da waren, wir werden noch mehr kaempfen muessen, ein bisschen mehr Glueck brauchen, um unser Ziel Klassenerhalt nach dem Aufstieg zu erreichen!

Die neu formierte III. Mannschaft eroberte an diesem Tag den einzige Mannschaftspunkt. Sie traten zwar nur zu 5 an, das Spitzenbrett fehlte, und so rueckte jeder ein Brett auf und das letzte war dann doch frei geblieben, da der Ersatzmann nicht erschien. Am 1 Brett gewannen wir kampföps, am 2. remisierte Kottenhahn. Weiss und Fleischmann an den Brettern 3 und 4 verloren und Henn gewann am 5. seine erste Wettkampfpartie. Es ist immer etwas schoenes, wenn man mit Wettkampfschach anfaengt und gleich die 1. Partie gewinnt. Weiter so! Am 6. Brett gewannen wir kampflos, so dass die III. zu einem 3:3 kam.

2.Spieltag

SK Bad Homburg I – Schachfr. Frankfurt I = 4:4

1)Hanemann         1-0     Behnick, E.
2)Kaiser           1-0     Kratzer, G.
3)Biondic          1/2     Dr. Herges, U.
4)Schmidt          0-1     Kabir, R.
5)Merle            1/2     Heinrich, G.
6)Ellrich          1/2     Engel, K.
7)Lebermann        0-1     Policarpo, Ph.
8)Fischer          1/2     Jäger, H.-J.

In Abwesenheit unseres z.Z. in Budapest weilenden und hoffentlich auch dort schachlich stark auftrumpfenden Meisters Bela Soos erkämpfte unseres so natürlich einigermaßen geschwächte erste Formation in Bad Homburg ein leistungsgerechtes Unentschieden, wobei unsere drei „Reservisten“ an den Positionen 6 – 8 ein ganz ausgezeichnetes Stehvermögen zeigten. Insbesondere an Brett 7 erwies sich Philip bei seinem Ersteinsatz in der Landesliga als nervenstark und völlig unbeeindruckt von der neuen Atmosphäre in dieser Kampfregion. Er opferte in der Eröffnung mutig einen Bauern und ließ seinem erfahrenen Gegner keine Chance, als dieser die Tücken der Stellung nicht rechtzeitig erkannte. Schon nach nur knapp zwei Stunden war die Partie zuende. Unsere aufgerückten Spitzenbretter hatten es naturgemäß ganz oben sehr schwer, wenn auch Eckhard gegen Hanemann zunächst ausgezeichnet ins Spiel kam und sogar Vorteil erreichte. Aber eine kleine Unachtsamkeit von ihm im Endspiel reichte Routinier Hanemann letztlich sogar noch zum Sieg. Vorher schon hatte aber dafür Razaul an Brett 4 ganz cool eine fast hoffnungslose Stellung noch umgedreht, als sein Gegner in hochgradiger Zeitnot total die Übersicht verlor und ein klassisches „ersticktes Matt“ zuließ.
Am 2. Brett übersah Gerhard noch in der Eröffnung eine Finesse und sein zäher Widerstand reichte nicht mehr, um die Partie noch zu retten. Von den vier Remispartien war die an Brett 3 die mit Abstand dramatischste. Udo erzielte bereits in der Eröffnung deutliche Vorteile, fand aber im Mittelspiel keinen ganz klaren Gewinnweg, was ihn viel, zu viel Zeit kostete. In komplizierter Stellung mußte er schließlich fast 20 Züge in weniger als 3 Minuten herunterblitzen, wobei er seine zeitweilig sehr gute Stellung völlig verdarb und nach der Zeitkontrolle mit einer Dame mehr auf dem Brett glatt auf Verlust stand. Sein von dem unglaublichen Kampf offenbar erschöpfter Gegner fand jedoch mit einigen unnötigen Schachgeboten einen versteckten, aber letztlich für beide glücklichen Remisweg.
An den Brettern 5, 6 und 8 reichten die von Gerd, Karsten und Hans-Jürgen hart erkämpften Vorteile am Ende nicht zum Gewinn, dem Karsten besonders nahe zu sein schien, aber zum Schluß reichte es doch nur zur mageren Punkteteilung.
Alles in allem ein phantastisch spannender Wettkampf, von dem hier durch den Berichterstatter, der nach dem gut sechsstündigen Kampfverlauf mit seinen Nerven ziemlich am Ende war, zweifellos nur eine ziemlich unzureichende Schilderung gegeben werden konnte. [Theil]

Die II. Mannschaft erwischte es gegen die Schachfreunde Friedberg ganz dicke. Wir unterlagen 1,5:6,5. Der einzige Lichtblick waren der Sieg der franzoesischen Studenten Denis Bafounta am 8. Brett und das Remis von Jonathan Fisher am 6. Brett. Betrachten wir die Spiele im einzelnen:
Am 1. Brett standen wir nach 15-20 Minuten schon auf Verlust und das mit weiss. Ja, man glaubt es kaum, aber ich haette Wetten angenommen mit Matt in 18 gegen uns. Aber wer Andres kennt, weiss, dass er nicht so schnell aufgibt. So recht verstehe ich es auch nicht wie er seine Position verbessern konnte, aber er schaffte es – trotz des netten Koenigsmanoever Kf1, Kg1, Kh2. Ich hatte den Eindruck er fand mit einem Bauern weniger zurueck ins Spiel. Doch der Gegner hatte durchweg Druck auf seine Stellung, so dass er ein Befreiungsopfer mit Chancen versuchte. Ob es erzwungenermassen zum Dauerschach durchzusetzen ist, weiss ich nicht. Die gespielte Variante schaffte es jedenfalls nicht, so dass er danach leicht verlor.
Am 2. Brett spielte Herr Kasper sehr solide. Er kam mit schwarz sehr gut aus der Eroeffnung, so dass schwarz den Ausgleich schnell erreichte. Sein Gegner baute sich jedoch einen Zeitvorteil vor, mit welchem er das Spiel gewann. In wahrscheinlicher Remisstellung (auf beiden Seiten jeweils ein Springer und die gleiche Anzahl von Bauern – ca. 6 – und beiderseitiger guter Koenigsstellung) verlor er durch die Zeit. Schade.
Am 3. Brett spielte ich (Willi Tratar) sehr scharf aus der Eroeffnung heraus, so dass eine sehr verwickelte Stellung entstand. Fast die ganze Partie ueber haette ich nicht sagen koennen, ob ich besser oder schlechter stehen wuerde, mir war nur klar, wer einen Fehler in einer der Abwicklungen macht, verliert. Ueber meine im Mittelspiel gewaehlte Strategie kann man sicherlich streiten, denn sie wahr riskant, und in der gespielten Abfolge hatte ploetzlich schwarz, statt weiss, Vorteil. Gegen Ende des Mittelspiels, gewann mein Gegner sehr schoen meinen Zentrumsbauern, was sicherlich die halbe Miete war. Da wir beide knappe Zeit hatten, spielten wir relativ schnell. Ich patzte in wahrscheinlich schon verlorener Stellung und gab auf. Das haette man sicherlich besser machen koennen, sogar muessen!
Am 4. Brett spielte Telat mit schwarz. Der Gegner kam leicht besser aus der Eroeffnung und kam zu einer Verdopplung der Tuerme auf der einzigen freien Linie. Dazu kontrollierte er eine wichtige Diagonale mit Dame und Laeufer, so dass es schon schlecht um Telat aussah. Dann verpasste der Gegner den Figurengewinn, opferte seine Figur fuer 2 zusammenhaengende Freibauern. Danach wurde abgetauscht und es hiess noch Dame+Turm+2 Freibauern (die restlichen Bauern waren nicht entscheidend) gegenueber Dame+Turm+Springer in der besagten Ecke. Leider spielte Telat wohl ungenau oder der Gegner wickelte die Situation gut ab, schliesslich blieben noch die Qualitaet und ein Freibauer fuer den Gegner uebrig. Durch Technik leicht gewonnen.
Am 5. Brett ueberraschte Guenther Euler seinen Gegner mit einer ungewohnten Eroeffung. Es entstand aber eine voellig verkeilte Bauernstruktur, wie sie erst nicht zu erwarten war. Der Gegner manoevrierte aber offensiver, so dass sein Druck zunahm. Irgendwann musste Euler die Dame fuer zu wenig Gegenmaterial geben, so dass die Stellung danach leicht fuer den Gegner gewonnen war.
Am 6. Brett spielte Jonathan Fischer. Der einzige der nach 2 Runden noch keine Partie verlor. In der 1. Runde hielt er ja sensationell remis, in dieser schien dies erst wohl kaum moeglich. Denn es entwickelte sich ein Mittelspiel mit eingeschlossen passiven Laeufer von Jonathan. Diesen konnte er dauerhaft von e7 nicht entwickelen. Die e-linie war frei, Bauer auf d6 und Sf6. Als ich dann nach einiger Zeit auf das Brett schaute, sah ich ein Doppelturmendspiel mit Freibauern fuer Jonathan. Unglaublich, wie er das aus diesem Mittelspiel geschafft hat. Leider schaffte er es nicht diesen Bauern zu verwerten (theoretisch wohl in Partiestellung nicht moeglich gewesen, da der gegnerische Turm hinter dem Freibauern war), so dass er sich mit einem Remis zufrieden geben musste. Bin aber sehr gluecklich ueber diesen halben Punkt, denn es gab ja bekanntlich nicht viele an diesem Tage.
Am 7. Brett spielte Ersatzmann Rossmann mit weiss. Die Eroeffnung wurde sehr ruhig gewaehlt, so dass eine geschlossene Stellung entstand. In dieser Stellung konnte man sicherlich nicht von Vorteil fuer eine der Parteien sprechen. Den Partieverlauf habe ich nicht genau mitbekommen, aber anscheinend manoevrierte der Gegner geschickter, denn von einem Patzer habe ich nichts gehoert. Leider verloren wir auch an diesem Brett.
Am 8. Brett spielte unser Neuzugang Denis Bafounta aus Frankreich. Ein Student, der leider nur 1 Jahr in Frankfurt bleiben wird. Man sieht aber, dass er uns in diesem Jahr sehr viel helfen kann, denn z.B. an diesem Wettkampf hielt er die Fahne oben mit dem Sieg in seiner Wettkampfpartie. Sein Gegner wollte mit weiss unbedingt gewinnen und spielte das Fluegelgambit mit b4. Doch Denis verteidigte sich zaeh und behielt den Mehrbauern. Im Mittelspiel war es auch er, der auf die gegnerische Stellung drueckte, denn man sah nur seine Angriffe und die Abwehrmassnahmen des Gegners und nicht umgekehrt. Er erreichte wohl ein gewonnenes Endspiel, wobei er den Gewinnweg nicht zeigen musste, da beim Gegner um den 36. Zug das Blaettchen fiel. Super Denis, weiter so!
O.k., Friedberg ist ein Aufstiegskandidat, aber lasst uns nun in die Haende spucken und beim naechsten Wettkampf bis zum Umfallen kaempfen, denn wir brauchen die Punkte fuer einen Nichtabstieg nach dem letztjaehrigen Aufstieg !!! [Tratar]

Die III. Mannschaft hatte am zweiten Spieltag einen harten Brocken zu schlucken. Als Gegner trat die III. Mannschaft des SV Fechenheim an, die sehr stark besetzt ist, mit durchschnittlich 350 DWZ mehr als wir, so dass unsere Chancen von vorneherein als gering einzuschaetzen waren.
So ist es bewundernswuerdig, dass Martin Luu am 1. Brett gegen Michael Holter nach langem zaehem Kampf ein Remis erreichte, wobei Holter fast seine gesamte Bedenkzeit ausschoepfte, und das wir am letzten Brett sogar gewannen. Hans Peter Henn spielte dort seine zweite Turnierpartie und gewann gegen Metz glanzvoll.
Alle anderen Partien von Pusnjak, Kottenhahn, Weiss und Fleischmann gingen verloren. Aber die erreichten 1,5 Punkte sind jedenfalls in diesem Falle ein Erfolg. [Weiss]

3.Spieltag

Landesklasse Ost 2000/2001 3. Runde am 5.11.2000 Schachfreunde I – SV Neu Isenburg = 5,5:2,5

1) IM Bela Soos	1	1	Engers
2) Eckhard Behnick	0	Caranovic
3) Dr. Udo Herges	1	Dr. Vainstein
4) Gerhard Kratzer	1	Busch
5) Rezaul Kabir		1/2 	Kusic
6) Gerd Heinrich	1/2	Chebli, M.
7) Hans Thieme		1	Häusel, W.
8) Karsten Engel	1/2	Korzanovic, V.

Leider stand uns unser Spiellokal im Haus Ronneburg erneut nicht zur Verfügung und so fand unser Heimspiel diesmal im „Haus der Heimat“ in Ffm.-Eckenheim statt, in welchem wir erstmals in der Vereinsgeschichte einen Wettkampf austrugen. Wir fanden zwar kaum Parkplätze, aber sehr gute Spielbedingungen vor, von denen unser Team offenbar rasch weitaus mehr profitierte, als unsere ersatzgeschwächten Gäste.

Nach ca. 90 Minuten hatten wir an allen Brettern schon leichte bis deutliche Vorteile erzielt, bis auf Karsten, der einen ganz erheblichen Teil seiner Bedenkzeit in die Planung einer für ihn eher unbequemen Position investiert hatte. Rezaul, der um 17 Uhr einen unaufschiebbaren, wichtigen Termin wahrnehmen mußte, hatte va banque mit den schwarzen Steinen seinen Kontrahenten am Königsflügel geradezu im Hau-Ruck-Stil angesprungen, sehr erschreckt und Remis angeboten, was sofort angenommen wurde. Wenig später gewannen Bela, als Engers in schlechterer Stellung einen Trick übersah, der ihn Material kostete, und Gerhard, dem trotz eines fragwürdigen Opfers ein schöner Mattangriff gelang. Danach konnte Gerd an 6 seine Gewinnstellung nur remisieren, weil er dem einfachen einen komplizierten Weg vorzog, aber an Brett 7 machte dafür unser Rechtsanwalt mit Routinier Häusel kurzen Prozeß. Am 3. Brett im Duell der beiden doctores war nach äußerst spannendem Kampfverlauf vor der heißen Zeitnotphase für Außenstehende nicht ganz deutlich, wer eigentlich besser stand, aber als beide Spieler das Tempo verschärften, gewann Udo nervenstark klar das Übergewicht und überzeugend auch die Partie, womit der Mannschaftssieg für uns bereits sichergestellt war. Die Bretter 2 und 8 waren nun nicht mehr von wettkampfentscheidender Bedeutung , und daß Eckhard seine wirklich gute Partie in glatter Gewinnstellung aufgab, weil er irrtümlich annahm, die Zeit überschritten zu haben – sein Gegner sah verständlicherweise keine direkte Veranlassung, ihn vom Gegenteil zu überzeugen – konnte unsere Siegerlaune allenfalls geringfügig dämpfen , zumal es Karsten nach zäher Verteidigung gelang , die Gewinnbemühungen seines Gegners zu durchkreuzen.

Gratulation dem gesamten Team! [Theil]

Die 3. Runde hat die die II.Mannschaft wieder ins Geschäft gebracht. Gegen Fechenheim II mussten wir unbedingt gewinnen, ansonsten haetten wir kaum eine Chance gehabt, die Kategorie zu halten (unser Hauptziel in dieser Saison). Wir waren diesmal vollbesetzt und der Wettkampf ist von Anfang an gut fuer uns gelaufen. Am 1. Brett bekam Fernandez sehr schnell eine vorteilhafte Stellung. Er gewann sie ohne weiteres. Am 2. Brett hatte Kapser einen sehr schwierigen Gegner und nach hartem Kampf verlor unser Mann in einem komplizierten Endspiel. Tratar erteilte eine Lektion am 3. Brett. Das Thema: Der Freibauer. Sein Gegner hatte seine Chancen im Mittelspiel verpasst und im Endpsiel war er nur Zuschauer seines eigenen Begraebnisses. Rossmann gewann eine sehr geschlossene Partie am 4. Brett und am 5. lehrte uns Philip Policarpo mit aussergewoehnlicher Geschicklichkeit, wann und warum zwei Zentralbauern besser sein koennen als ein Springer. Die Opferstellung kann man jetzt geniessen:

Sxe6!

20.Sxe6 fxe6 21.Dxe6+ Tf7 22.e5 Ld5 23.Df5 Se4 24.Dg6 Sxg3 25.fxg3 Dc7 26.Dh7+ Kf8 27.e6 Tf6 28.Dh8+ Ke7 29.Dxg7+ 1-0

Unser neuer Mann am 7. Brett, der Franzose Bafounta, hat sich als Schachcrack entpuppt, da er bis jetzt immer den vollen Punkt fuer uns geholt hat; diesmal gab es auch keine Ausnahme. Gegen einen dwz deutlich schwaecheren Gegner am 8 Brett, schaffte Neudel nur ein Remis. Wir werden aber im laufe der Saison andere Gelegenheiten haben, sein legendaeres kombinatorisches Talent kosten zu koennen. Das alles, zusammen mit den anderen Ergebnissen der Runde, gibt uns noch Hoffnungen sich in der Kategorie zu behaupten und laesst uns mit Freude in die Zukunft blicken.

Wie gesagt, wir sind wieder da, alles ist moeglich und wie uns allen bekannt ist, der Ball ist immer noch rund. [Fernandez-Egea]

Spielbericht der Kreisklasse, Runde 3 am 5. November 2000 FTV Frankfurt – Sfr.Frankfurt III

Unsere dritte Mannschaft trat heute im FTV-Vereinshaus gegenüber dem Frankfurter Zoo an. Die Voraussetzungen für einen mannschaftlichen Erfolg waren von vornherein ungünstig: unsere beiden Stammspieler W.Weiß und R.Kottenhahn hatten wegen anderweitiger Verpflichtungen schon lange vorher absagen müssen. Zum Glück hatte uns Herr Theil rechtzeitig zwei starke Ersatzspieler organisieren können. Hinzu kam nun allerdings, daß D.Fleischmann in letzter Minute überraschend wegen Krankheit absagen mußte. Von hier aus gute Besserung!

Zum Spielverlauf:
An Brett 1 spielte Martin Luu mit den weißen Steinen eine recht vielversprechende Angriffspartie mit sichtbarem Entwicklungsvorsprung. Die schlechte schwarze Königsstellung konnte Luu nutzen, um mit fortschreitender Spieldauer seine Angriffsstellung so auszubauen, daß sogar ein Figurengewinn heraussprang. Die Partie schien schon so gut wie gewonnen, doch wenige Züge später ließ er dem Gegner durch eine kleine Unachtsamkeit die Chance zu einem Gegenangriff, mit dem dieser die Figur zurückgewinnen konnte bzw. Dauerschach möglich wurde. So einigten sich beide auf Remis. Für den Spieler des FTV ein glückliches Remis, wie dieser anschließend auch bestätigte.

Völlig anders verlief die Partie an Brett 2: Oto Pusnjak spielte eine sichere Verteidigungspartie. Im Gegensatz zum Brett 1 kamen nur wenige taktische Motive auf's Brett. Der Spieler des FTV versuchte seinen ohnehin nur geringen Raumvorteil zu verwerten und die Stellung zwecks Angriff zu öffnen. Doch O.Pusnjak konterte geschickt und hielt die Stellung geschlossen, so daß noch im Endspiel mit 2 Läufern auf beiden Seiten alle(!) 16 Bauern auf dem Brett standen. Da für keine Seite ein Vorankommen mehr möglich war, einigten sich beide Spieler auf Remis.

An Brett 3 gewann ich heute schnell, was mir nach den beiden vorangegangenen Zeitnot-Partien gegen TuS Makkabi und SV Fechenheim ganz recht war. (Außerdem hatte ich dadurch reichlich Zeit, die anderen Partien zu verfolgen.) Schon in der Eröffnung übersah mein Gegner eine taktische Drohung, wodurch ich in materiellen Vorteil kam. Sowohl diesen als auch die Stellung konnte ich schnell ausbauen, so daß mein Gegner nach nur 40 Minuten Partiedauer und 19 Zügen aufgab.

An Brett 4 verloren wir kampflos.

An Brett 5 kämpfte Ersatzspieler Wolfgang Weber mit den weißen Steinen in einer spannenden und lange Zeit völlig ausgeglichenen Partie. Im Stadium des fortgeschrittenen Mittelspiels wehrte sein Gegner einen seiner Angriffe so geschickt ab, daß gleichzeitig (und leider von W.Weber unbemerkt, was wahrscheinlich die Partie zumindest Remis gehalten hätte) ein Gegenangriff auf seinen eigenen König eingeleitet wurde. Nach wenigen Zügen wurde er von seinem jungen Gegner mattgesetzt.

In der längsten und vielleicht spannensten Partie an Brett 6 trat unser zweiter Ersatzspieler Mehrdad Ganjian in seinem ersten Wettkampfspiel für Sfr.Frankfurt an. Mit den schwarzen Steinen spielte er in der Eröffnung aggressiv und konnte frühzeitig einen Bauern gewinnen. Im weiteren Verlauf konnte er sämtliche Angriffsbemühungen seines Gegners im Zaum halten und selber auf Angriff spielen. Er verbesserte seine Stellung weiter und hatte mit beginnendem Endspiel drei Bauern und eine ganze Figur mehr. Eine klare Angelegenheit, dachten jedenfalls alle noch verbliebenen Zuschauer. Aber durch mehrere kleine Ungenauigkeiten schmolz der materielle Vorteil derart dahin, daß kurz vor Schluß der Partie nur ein einziger Mehrbauer für M.Ganjian blieb. Zum Glück für ihn und unsere Mannschaft reichte dies aber zum Gewinn der Partie, wodurch ein Punkt für die Mannschaft gesichert war.

Endstand FTV Frankfurt – Sfr.Frankfurt III: 3:3 [Henn]

4.Spieltag

Landesklasse Ost 4. Runde v. 10.12.00

Brett vor‘m Kopp I – Schachfreunde Ffm I: 6 – 2

1. Karabalis, H.      1 - 0   	Eckehard Behnick
2. Rüger, E.          1 - 0  	Gerhard Kratzer
3. Wendel, S.         1 - 0    	Dr. Udo Herges
4. Arold, H.M.        1 - 0    	Rezaul Kabir
5. Engel, J.           1/2   	Gerd Heinrich
6. Vollmer, R.         1/2	Hans Thieme
7. Neu, P.            0 - 1	Moritz-Peter Mielke
8. Geiß, E.           1 - 0    	Karsten Engel

Es war für uns – natürlich stark geschwächt durch den Ausfall von Meister Bela Soos – ein Wettkampftag im Bürgerhaus Bornheim, den man eigentlich rasch vergessen sollte, obwohl alle unsere Verlustpartien an den ersten vier Brettern durchaus sehenswert sind, besonders die beiden Miniaturen von Eckhard (17 Züge) und Udo (16 Züge) jeweils mit den weißen Steinen. Es lief diesmal einfach gar nichts, einmal abgesehen von der herausragenden kämpferischen Leistung unseres Seniors Hans Thieme an Brett 6, wenn es auch nach reellen Gewinnchancen im Mittelspiel am Ende für ihn nur zum Remis reichte, und unserem an Brett 7 durch Debütant Moritz-Peter ganz gelassen, einfach „cool“ herausgespielten einzigen Sieg. Sein viel zu viel Zeit verbrauchender Gegner hatte eine zwar sehr aussichtsreiche, aber auch immer noch komplizierte Stellung in hochgradiger Zeitnot total verdorben. An Brett 8 konnte Karsten nie Gegenspiel organisieren und war so in der Zeitnotphase ohne Chancen. Über den Verlauf der kürzesten Partie des Nachmittags – ein praktisch kampfloses Remis an Brett 5 – bin ich immer noch sprachlos. (R.Theil)

Spielbericht der Bezirksoberliga, Runde 4 am 10. Dezember 2000
SC Patzer 93 – Sfr. Frankfurt II

Da es der Wettkampf zwischen 2 Abstiegskandidaten war, wurde von vorneherein ein Kampf bis zum Umfallen erwartet. Dementsprechend endete die letzte Partie auch erst nach 5,5 Stunden.
Mein Gegner am 4. Brett eroeffnete mit b4 gleich eine spannende Partie, die auch als erste zu Ende ging. Da ich mich auf ein mir nicht bekanntes theoretisches Abspiel einliess, stand ich wohl leicht schlechter, obwohl dies nicht von vorneherein abzusehen war, denn man bekommt die Figur und 2 Bauern aus der Koenigsstellung fuer den eigenen Turm, nur steht man danach ein bisschen komisch dar. Trotz eines Einstellers in der Folge bot sich fuer mich die Chance forciert zu remisieren, die ich jedoch ausliess, dafuer aber das Material zurueckgewann habe, so dass ich zufrieden war. Daraufhin patzte ich brutal und liess mich mattsetzen. Schon hiess es 0:1.
Andres am 2. Brett verlor auch seine Figur, bekam daraufhin aber gutes Gegenspiel dafuer. Er musste es aber nicht auskaempfen da sein Gegner brutal danebengriff und so dass Matt unausweichlich war. 1:1
Am 6. Brett spielte Jonathan sehr souveraen, nicht umsonst ist er der einzig ungeschlagene in dieser Saison. Nach einem sehr schoenen taktischen Mittelspiel, gewann er. 2:1 Weiter so!
Am 3. Brett behielt Kasper in einem sehr verwickelten Mittelspiel die besseren Nerven und gewann eine Figur. Nun aber war erst sein Koennen gefragt, denn die Zeit wurde verdammt knapp und die Stellung nicht leicht zu spielen. Doch kurz bevor sein Blaettchen fiel, hatte er den 40. Zug in absolut gewonnener Stellung gemacht, so dass es 3:1 stand.
Mittlerweile bewies Euler seine Endspielkunst, obwohl es remislich aussah, gewann er erst einen, dann 2 Bauern und danach ueberzeugend. 4:1
War der Wettkampf fast gelaufen? Haette man mich eine Stunde frueher gefragt und diese Brettpunkte geholt, wuerde ich auf jeden Fall sagen, dass wir gewinnen, aber die Bretter 1 (Ulrich) und 8 (Denis) schafften ihre remislich bis leicht vorteilhafte Stellungen in Stellungen mit einer Figur Minus zum Zeitpunkt der Zeitkontrolle umzuwandeln und Telat befand sich in einem 3 Leichtfigurenendspiel mit einem Minusbauern wieder. Nach langem hartem Kampf verloren diese 3 Bretter, so dass der Wettkampf 4:4 endete. Natuerlich ist ein Punkt besser als gar keiner, aber ein Mannschaftssieg gegen den direkten Konkurrenten haette uns natuerlich sehr gut getan. Hoffen wir nach der Winterpause auf ein paar Mannschaftssiege. (Tratar)

Spielbericht der Kreisklasse, Runde 4 am 10. Dezember 2000
Sfr.Frankfurt III – SC Bad Nauheim V

Für das zweite Heimspiel unserer 3.Mannschaft musste erneut ein Ausweichquartier gefunden werden, da unser Spiellokal im Haus Ronneburg durch eine andere Veranstaltung besetzt war. Der Wettkampf fand deshalb im Haus Gallus statt, schräg gegenüber der Frankfurter Galluswarte. Wie in den Runden 1 bis 3 traten wir mit Ersatz an. Dieses Mal pausierten Martin Luu und Wilhelm Weiß, der zwar anwesend war, aber freiwillig auf einen Einsatz verzichtete und nur als Notreserve fungierte. Für diese kamen dieselben Ersatzspieler zum Einsatz wie beim letzten Mal: Mehrdad Ganjian und Wolfgang Weber.

Unsere Gäste kamen nur zu fünft, so dass wir ein Spiel kampflos gewannen. Die Mannschaft ist mit Abstand die jüngste der Liga, bis auf den Ersatzmann an Brett 6 sind alle noch Schüler, kaum einer älter als 14 Jahre.

Zum Spielverlauf:
Aufgerückt an Brett 1 lieferte O.Pusnjak mit den schwarzen Steinen seinem Gegner eine spannende Partie, die auch die längste des heutigen Wettkampfs war. Die Eröffnung verlief noch einigermaßen ruhig, doch nach Öffnung zweier Linien und Abtausch von Leichtfiguren traten im Mittelspiel einige taktisch gefährliche Motive auf, und zwar für beide Seiten. In der etwas unübersichtlichen Stellung behielt O.Pusnjak die Oberhand und gewann die Qualität. Diesen Vorteil nutze er, um im Anschluß Druck auf die gegnerische Königsstellung auszuüben. Sein Gegner konnte zwar zunächst einen Mattangriff gerade noch abwehren, aber den starken schwarzen Freibauer konnte er wegen der Mattdrohungen nicht mehr aufhalten, so dass nach dessen Umwandlung in eine Dame die Entscheidung für O.Pusnjak gefallen war.

An Brett 2 kam R.Kottenhahn aus der Eröffnung mit einigem Raumvorteil heraus. Es gelang ihm, auf der einen offenen Linie ins gegnerische Lager einzudringen und dort Unruhe zu stiften. Doch trotz der etwas beengten Stellung gelang es seinem Gegner ein ums andere Mal, sich erfolgreich zu verteidigen und sich sogar eventuelle Möglichkeiten zum Gegenangriff offen zu halten. Die Partie war zwar noch nicht bis ins Endspiel gelangt, aber als keiner einen greifbaren Vorteil für sich sah, einigte man sich auf Remis.

An Brett 3 gewannen wir kampflos.

An Brett 4 sah es zunächst nach einer ausgeglichenen, aber taktisch interessanten Partie aus. Doch im Bemühen um Initiative versperrte mein junger Gegner seiner eigenen Dame den Rückweg. So konnte ich seine Dame gewinnen und musste selbst nur meinen Läufer dafür hergeben. Eigentlich erwartete ich nun von meinem Gegner die Aufgabe. Doch überraschenderweise setzte er die Partie noch eine ganze Weile fort, und das bemerkenswert gut. Doch mein Vorteil war einfach schon zu groß und nach einem weiteren Fehler meines Gegners konnte ich ihn mattzusetzen, was dieser sehr gefasst aufnahm.

Eine regelrechte Blitzpartie an Brett 5 spielte Ersatzmann M.Ganjian mit den schwarzen Steinen. Als ich zum ersten Mal während meiner noch laufenden Partie im ca. 10.Zug aufstand und auf sein Brett sah, führte er gerade den letzten Zug aus, mit dem er seinen Gegner mattsetzte. Mehr habe ich von der Partie nicht mitbekommen können.

Eine deutlich zähere Angelegenheit spielte sich an Brett 6 ab. Wolfgang Weber spielte die ganze Partie über sehr sorgfältig und mit Übersicht. Sein Gegner dagegen startete frühzeitig einen Königs-Angriff auf der geöffneten h-Linie. Dabei verrechnete er sich allerdings, so dass W.Weber nach dem Abtausch-Getümmel plötzlich eine Figur mehr hatte. Diesen Vorteil gab er nicht mehr aus der Hand, vergrößerte seinen Vorteil noch, so dass seinem Gegner kaum mehr übrig blieb, als aufzugeben. (H.P.Henn)

Endstand Sfr.Frankfurt III – SC Bad Nauheim V: 5 ½ : ½

5.Spieltag

Landesklasse Ost 5. Runde v. 21. 1. 2001

Sfr. Ffm I    2 - 6    SC Gelnhausen

Behnick        0         Bravo Lutz
Kratzer        0         Muth
Dr. Herges     1         Schmitt
Heinrich      1/2        Reh
Thieme         0         Müller
Mielke        1/2        Baumbach
Engel          0         Gründel
Dr. Biller     0         Weiß, B.

Nach nicht viel mehr als vier Stunden war das Trauerspiel – von uns garniert mit 5 ruhmlosen Verlustpartien – schon zuende. An den Brettern 2, 5 und 8 haben wir die Punkte einfach verschenkt, also ein rabenschwarzer Tag für uns. Zum Trost: Dr. Herges gewann ganz souverän, Heinrich schob unbeeindruckt von den Zusammenbrüchen rundherum stoisch sein Standardremis und Mielke hatte seinen Gegner immer sicher im Griff, wenn es letztlich für ihn auch nur zur Punkteteilung reichte. Fazit: Wir sollten nicht allzu oft so großzügig sein, aber mit den Gästen aus Gelnhausen, die sich richtig herzerfrischend über jeden Sieg freuten, traf es jedenfalls eine sehr sympathische Mannschaft. (R. Theil)

Spielbericht der Bezirksoberliga, Runde 5 am 21. Januar 2001
Sfr. Frankfurt II – Bad Vilbel I

Am 1. Brett spielte Ulrich gegen Andre Seidel, den wohl mit Abstand DWZ staerkstem Gegner. Ulrich kam aus der Eroeffnung leicht besser und hatte im Mittelspiel doch einigen Vorteil, jedoch fand Andre eine unglaublich schoene Abwehropferkombination (bei Opferannahme steht Ulrich schlechter), die in ein ausgeglichenes Endspiel mit Springer gegen Laeufer und 5 Bauern (oder waren es 6?) auf jeder Seite mit einem sich gegenueber verkeiltem Freibauern von jedem. Die Frage war hier, ist der Springer staerker als der Laeufer? Am Brett haette ich lieber den Springer gehabt, aber in der Analyse wohl eher den Laeufer. Wie auch immer, sie kaempften es bis zum Schluss aus und als die jeweiligen Koenige nicht hinter die Bauernkette des anderen kamen, war remis.
Am 2. Brett spielte Andres sehr schoen aus der Eroeffnung heraus und stand wohl mit deutlichem Raum- und Entwicklungsvorteil im Mittelspiel. Jedoch verpasste er es diesen Vorteil umzumuenzen (hab mich leider noch nicht damit befasst, ob er eine grosse Chance verpasst hatte) und so konnte sein Gegner mit geschicktem Figurenabtausch in ein leicht besseres Endspiel ueberleiten: Gleichfarbige Laeufer und Turm mit einigen Bauern auf beiden Seiten, jedoch befanden sich die Bauern von Andres auf der Laeuferfarbe. Er kaempfte um das Remis, doch der Kampf wurde nicht belohnt. 0,5:1,5
Am 3. Brett spielte Herr Kaspar gegem Tim Hartling. Hier hatte Tim einigen Raumvorteil und stand wohl auch leicht besser in einer sehr scharfen Stellung. Als Herr Kaspar aber die Angriffsbemuehungen abwehrte und leicht besser stand, hatte er nur noch wenig Zeit, so dass sie sich auf Remis einigten. 1:2
Am 4. Brett spielte ich (Willi) gegen Carsten Cleve auf Angriff, wollte ich doch an diesem Tag unbedingt gewinnen. Ich kam auch in sehr ausrichtsreiches Mittelspiel und mein Gegner stand leicht eingeengt, dann uebersah ich jedoch eine Variante die ihm wohl Ausgleich bescherte. Er brauchte nicht mehr lange zu spielen, denn ich schaffte es mit einem fetten Einsteller die Partie schnell zu beenden. 1:3
Am 5. Brett spielte Telat gegen Hartwig Loeffler, wobei Telat sehr schlecht aus der Eroeffnung kam und im Mittelspiel wohl um einiges schlechter stand, hatte er doch einen Laeufer auf b7, eingeengt von einem Bauern auf c6. Das Mittelspiel entwickelte sich in Hartwigs Zeitnot zu einem richtigen Offensivschlagabtausch, in dem Telat die besseren Nerven behielt (hatte er doch 1h mehr auf der Uhr gehabt) und eine komplette Figur mehr nach der Abwicklung hatte. Hartwig gab auf. 2:3
Am 6. Brett spielte Jonathan gegen Dirk Kurschinski, diese Partie war von Eroeffnungsfehlern gespickt, jedoch ohne Nachteil fuer beide Seiten. Nach einem schnellem umkaempften Mittelspiel befanden sie sich im remislichem Endspiel, so dass diese Partie als erste am Tag beeendet worden ist. Remis. 2,5:3,5
Alles sollte sich an den letzten beiden Brettern entscheiden, an 7 spielte Guenter Euler gegen Henrik Buescher und an 8 Rossmann gegen den jungen Stefan Hartung. Diese Partien endeten zuletzt, 5 und 5,5h Bedenkzeitwurden verbraucht. Daran sieht man den Kampfgeist! Guenter hatte ein remisliches Mittelspiel, jedoch einen gehoerigen Zeitvorsprung, so dass er es in Gegners Zeitnot schaffte die Qualitaet in einer sehr taktischen Stellung zu gewinnen. Mit Turm und Laeufer gegen Springer und Laeufer, b

ei gleicher Anzahl von Bauern (glaube ich jedenfalls), stand er wohl besser. Jedoch spielte er in des Gegners letzten 5 Minuten ungenau, so dass dieser es schaffte die Dame aufs Brett zu bekommen, bei 2 Bauern und einem Turm von Guenter. Er haette dies verhindern koennen, indem er den Turm opfert und ein Endspiel mit 2 Bauern gegen einen Springen anstrebt, welche man aufgrund der Position der beiden Koenige und des gegnerischen Springers wohl gewinnen kann. Nach der Dameneroberung des Gegners, leistete Guenter sich noch einen Turmeinsteller, den der Gegner in der Zeitnot nicht sah, und so konnte Guenter das Remis noch sichern. 3:4 – Alles hing an Rossmann, dieser spielte sehr ausgeglichen und kam in ein Doppelturmendspiel mit einem Mehrbauern. Diese Stellung ist wohl remis, aber es war klar das er diese Stellung gewinnen musste. Nach stundenlangen Mannoevern in nicht grossartig veraenderter Stellung, die die Zuschauer wie auch der Gegner nicht ganz verstanden, kam ein Bauerndurchbruch mit moeglichem Gewinnweg. Der Gegner patzte daraufhin und konnte danach aufgeben. Vielen Dank an den Ersatzmann Rossmann, eingesprungen und der Mannschaft mit seinem Sieg nach stundenlangem Kampf das Unentschieden gerettet! 4:4
Ich moechte mich bei allen fuer diese grossartige Leistung bedanken, da Bad Vilbel die nominell zweitstaerkste Mannschaft der Liga besitzt und alle Stammspieler von ihnen spielten! (Tratar)

Die III. Mannschaft spielte an diesem Spieltag nicht.

6.Spieltag

Bericht aus der Landesklasse Ost 6. Runde v. 11. 2. 01

SV Maintal     3   -   5      Schachfreunde Ffm I1.  Bünger        1/2         Behnick
2.  Haase          1          Kratzer
3.  Böhle         1/2         Dr. Herges
4.  Just           1          Kabir
5.  Jung           0          Thieme
6.  Winter         0          Mielke
7.  Hartmann       0          Engel
8.  Hartz          0          Policarpo, J.

Ein besonders wichtiger und deshalb umso erfreulicherer Auswärtssieg unseres Teams, das nach den klaren Niederlagen in den beiden vorherigen Runden in ganz bedrohliche Nähe der Abstiegszone geraten war, gegen einen noch stärker gefährdeten Konkurrenten, der in der Landesklasse Ost bereits ums Überleben kämpfte.

Doch der Reihe nach:
Ich hatte die Mannschaft zunächst nach Maintal-Bischofsheim begleitet und fuhr, als abzusehen war, daß der Wettkampf dort ordnungsgemäß beginnen würde, nach Oberursel, um unsere 3. Mannschaft unter Schachfreund Wilhelm Weiß, unserem ältesten noch aktiven Senior, der in wenigen Monaten seinen 75. Geburtstag feiern wird, zu unterstützen, denn ihm und seinen drei Mitkämpfern fehlten gegen Oberursel VI in der Kreisklasse an den Schlußbrettern gleich zwei Reservisten. Nach kurzem, erfolgreichen Gastspiel machte ich mich wieder auf den Weg nach Maintal, wo ein strahlender Engel bereits seine in glänzendem Stil gewonnene Kurzpartie (19 Züge) analysierte. Karstens aggressive Eröffnungsbehandlung zahlte sich sofort aus, als Altmeister Hartmann ihm die Möglichkeit zu einem taktischen Überfall einräumte. Nachdem ich dann allerdings meinen ersten Rundgang absolviert hatte, war die Freude über die rasche Führung schnell verflogen, denn an allen Brettern, an denen wir mit den schwarzen Steinen agierten, hatten wir – vorsichtig ausgedrückt – ernste Sorgen, während unsere drei noch laufenden Weißpartien keinerlei Anlaß zu besonderem Optimismus boten. Wo sollten bloß die wenigstens zum Mannschaftsremis noch fehlenden drei Punkte herkommen, zumal unser 2. Brett wenig später die weiße Fahne hißte. Gerhard hatte sich hoffnungslos veropfert und an Brett 4 befand sich Rezaul im gnadenlosen Würgegriff seines Gegners, den dieser auch bis zum Ende nicht mehr lockerte.

Doch ungefähr zu Beginn der vierten Spielstunde kam es nahezu gleichzeitig an fast allen übrigen, insbesondere den hinteren Kampfplätzen zu einer quasi wundersamen Wende. Unser Senior Hans Thieme überrumpelte wie in scheinbar längst vergangenen Zeiten seinen Kontrahenten taktisch, Moritz Mielke kam überraschend noch zu Gegenspiel und drang geschickt in die feindliche Stellung ein, und wie mit magischen Kräften, auch unter tatkräftiger Mithilfe seines Gegners, konterte Jose Policarpo aus fast aussichtsloser Position und erledigte den Mattangriff selbstbewußt. Als wir diese Punkte hatten, waren die Remisen (Brett 1 u. 3) von Eckhard, der in seiner Partie eigentlich nie Probleme hatte und Udo, der ein schwieriges Turmendspiel rettete, nur noch Formsache.

Resümee: Ein schwerer Kampftag, an dem uns diesmal auch ein wenig  Glück
des Tüchtigen zur Seite stand.(R. Theil)
Am 11. Februar spielte die II. Mannschaft  gegen Bornheim. Es war von
vorneherein klar, daß man versuchen muss zu punkten, auch wenn wir der
Underdog sind. Kommen wir also nun zum Spielverlauf:
Am 1. Brett spielte Ulrich gegen Thomas Renner, der sehr passiv spielte.
Ulrich hatte die ganze Partie einen kleinen Vorteil, der durch stille Zuege
des Gegners verstaerkt worden ist. Dazu kam beim Gegner noch die Zeitnot, so
daß Ulrich mit einer schoenen Kombination einen Sieg verbuchen konnte.
Am 3. Brett spielte Kasper. Es war ein sehr offensives Mittelspiel mit
passivem Part von Herrn Kaspar. Jedoch konnte sein Gegner den
Angriffsvorteil nicht nutzen und Kaspar kam wohl leicht in Vorteil, jedoch
mit knapper Bedenkzeit. Sie einigten sich auf Remis, was in Ordnung
geht.
Am 4. Brett spielte ich (Willi) in einer offensiven Partie gegen Freiheit.
Dabei uebersah ich in der Eroeffnung eine Kleinigkeit, die mir sobald auch
mit schwarz einen doppelten Isolani auf der F-Linie brachte. Dazu kam, dass
ich kurz rochieren musste, so dass meine Koenigsstellung nicht gerade sehr
stark aussah. Mein Gegner hingegen hatte noch alle Moeglichkeit kurz oder
lang zu rochieren (wobei ich ihm das 2. geraten haette). Jedoch spielte er
gleich auf kompletten Angriff, so daß mir meist nur 1 Zug blieb um nicht
noch mehr in Nachteil zu geraten. Durch seinen Offensivdrang musste er seine
Rochade aufgeben, jedoch entschied er sich mit seinem Koenigszug nach d1
fuer die wohl falsche Richtung. So kam ich ins Spiel gegen seinen Koenig,
welches mir Vorteil bescherte. Nach einem kleinen Patzer von ihm in meiner
Zeitnotphase gewann ich die Figur fuer 2 Bauern. Jedoch uebersah ich
daraufhin ein Matt in 10 (kann man mir wohl in Zeitnot nicht uebel nehmen),
so dass ich meinen Gegner in ein unterlegenes Endspiel entliess, indem ich
wohl nicht sehr genau spielte. Jedoch war es vorteilhaft fuer mich mit 2
Tuermen und Laeufer nur gegen seine 2 Tuerme. Als ich forciert einen Turm
tauschen konnte, dachte mein Gegner es ginge Matt und gab auf. Ansonsten
waere die Partie wohl in die 6. Stunde gegangen.
Am 5. Brett spielte ein ungluecklicher Jonathan Fisher, der bis dahin
einziger Schachfreund, der noch nicht verloren hatte. Wie schaffte sein
Gegner ein Figurengewinn in der Eroeffnungsphase? Jonathans Koenig stand auf
g1, sein Laeufer auf g2, sein Springer auf h3 und seine Dame auf d2. Des
Gegners Springer stand auf d4. Nun schlug der Gegner einfach Jonathans
Springer auf h3 raus und dieser durfte nicht zurueckschlagen, da ansonsten
seine Dame verlorengehen wuerde. Trotzdem startete er noch einen schoenen
Angriff und kaempfte bis zum Schluss, doch es reichte nicht. Schade.
Am 6. Brett spielte Guenter Euler. Er gewann im Mittelspiel einen Bauern,
jedoch musste er dafuer eine sehr gedrueckte Stellung hinnehmen. Diese
Stellung verliess er die ganze Partie nicht mehr. So ging seine Partie nach
und nach dem Abgrund entgegen und er verlor leider.
Am 7. Brett spielte unser Jungtalent Martin gegen Walter Sperk. Martin kam
sehr schoen aus der Eroeffnung und erspielte sich einen schoenen Raum- und
Zeitvorteil. Als seine Figuren dann perfekt standen und Walter Sperk noch
immer nicht rochiert hatte, machte Martin ein Scheinopfer mit seinem Figur,
jedoch bekam er sie zwingend wieder mit 2 Mehrbauern. Jedoch uebersah er,
dass er statt den 2 Plusbauern des Gegners Dame gewinnen haette koenne. Ein
sehr schoenes Opfer. Es hies bald 1:0 und ich kann nur sagen: "Martin,
weiter so!"
Am 8. Brett spielte Roßmann gegen Pucurull. Dabei besaß Rossmann die ganze
Partie ueber einen kleinen Vorteil, jedoch wurde dieser in Zeitnot
verspielt. So drehte die Bewertung von -0,5 (Fritz) zu +0,5. Es war ein sehr
packendes Spiel. Zu diesem Zeitpunkt stand es 3,5 zu 2,5 fuer die
Schachfreunde und es lief neben dieser Partie nur noch die Partie am 2.
Brett. Es sah so aus als koenne Rossmann gewinnen, denn beide hatten einen
Freibauern, Rossmann auf der 7. und Pucurull auf der 6. Reihe, daneben
Rossmann Laeufer und Turm, gegen Turm und Springer. Auch die Meinungen der
Zuschauer zu diesem Zeitpunkt war nicht ganz klar. Rossmann entschied sich
fuer den Remisweg, was die sicherste Methode war, jedoch gab es noch eine
leicht bessere Variante fuer ihn. Seine groesste Chance verpasste er jedoch
in hochgradiger Zeitnot als er seinen Laeufer haette opfern koennen und
damit seiner Bauernumwandlung nichts im Wege stuende. Schwer zu sehen in
Zeitnot.

Pucurull – Roßmann
… Lb3! (oder Ld3) sichert den Sieg

37. … Rc5 38. Nb7 Rc8 39. d6 Bf5 40. Rd1 c2 41. Rc1 Rb8 42. g4 Rxb7 43. gxf5 Rd7 1/2-1/2

Es stand also 4:3 fuer uns jedoch stand Andres an Brett 2 mit
Minusbauer in einem Turmendspiel. Die Frage war, kann er es remis halten. Er
kaempfte und kaempfte, aber nach fast 6 Stunden musste er die Hand reichen.
Schade, 4:4. Im Vorhinein als ein durchaus zufriedenstellendes Ergebnis zu
werten, hat es uns am Spieltag leicht enttaeuscht, da wir auf einen Gewinn
gehofft haben. Ausserdem sieht man an den Ergebnissen der
Abstiegskonkurrenten, dass jeder Punkt sehr dringend ist, denn es trennt uns
mit dem Remis nur ein Punkt auf einen Nichtabstiegsrang, wenn man von 2
Absteigern ausgeht. Also muessen wir noch weiter auf die Punktejagd
gehen! (Tratar)
Bezirksoberliga: Tabelle
 1. SV 1926 Fechenheim 1      8 :  2    28
 2. Sfr.1891 Friedberg 1      8 :  2    26½
 3. SC Bad Nauheim 2          7 :  3    23
 4. SV Bornheim 1926          6 :  4    20½
 5. Bad Vilbeler Sfr. 1       5 :  5    22½
 6. Sfr.Frankfurt 1921 2      4 :  6    18
 7. SC Eschbach i.USI-Land 2  4 :  6    17½
 8. SV Oberursel 4            4 :  6    16
 9. SC Patzer 93 Ffm          3 :  7    15½
10. SV 1926 Fechenheim 2      1 :  9    12½
Spielbericht der Kreisklasse, Runde 6 am 11. Februar 2001
SV Oberursel VI - Sfr.Frankfurt III

Da die vorgesehenen Räume in der Oberurseler Stadthalle anderweitig belegt waren, fand das letzte Auswärtsspiel der laufenden Saison statt dessen im Klubhaus des Oberurseler Karnevalvereins statt. Auch diesmal traten wir mit Ersatz an. Es fehlten Dirk Fleischmann und Martin Luu (der in der zweiten Mannschaft mit Erfolg zum Einsatz kam). Die bisherigen Ersatzspieler hatten alle abgesagt, aber Reimer Theil sprang ein, unser letztes Brett blieb unbesetzt. Bei der gegnerischen Mannschaft fehlten allerdings auch mindestens 3 Stammspieler, so daß wir trotzdem optimistisch in den Wettkampf gingen.

Im Spiellokal fanden am gleichen Tag noch 2 weitere Mannschaftskämpfe statt: Oberursel II – Sfr. Neuberg und Oberursel IV – SV Fechenheim II. Dadurch waren die Räume nicht nur sehr voll, sondern vor allem recht unruhig. Die Organisation seitens der Gastgeber war nicht ganz optimal, so dass unser Mannschaftskampf mit einer Verspätung von mehr als einer halben Stunde anfing.

Zum Spielverlauf:

Diesmal wieder an Brett 1 machte O.Pusnjak mit seinem sehr jungen Gegner kurzen Prozess. Es waren kaum 20 Minuten vergangen, als er seinen Gegner mattsetzte. Diesen nahm das so mit, das kurzzeitig ein paar Tränen kullerten. Doch er erholte sich schnell wieder, indem er im Nebenraum mit einigen anderen Jungen Fußball spielte.

An Brett 2 spielte sein Vater gegen Rolf Kottenhahn die längste Partie des Wettkampfs. Es kam zu einer ziemlich geschlossenen Stellung. R.Kottenhahn hatte zwar einen Bauern mehr, aber ein Weiterkommen war sehr schwierig und so einigte man sich auf Remis.

Die Partie an Brett 3 verlief zunächst ähnlich wie die an Brett 1. Schon im 7.Zug stellte der Gegner von Wilhelm Weiss die Dame ein, von da an war eigentlich alles nur noch Abwicklung. Aber die erwartete Aufgabe kam nicht, es wurde bis zum bitteren Ende weitergespielt. Selbst als der König ganz alleine gegen die fast komplette Armee von W.Weiss auf dem Brett stand, wurde nicht aufgegeben, sondern bis zum Matt weitergespielt.

An Brett 4 bekam ich heute schon in der Eröffnung einigen Raumvorteil. Durch die ungünstige Bauernstruktur meines Gegners konnte ich zunächst einen, bald darauf schon den zweiten Bauern gewinnen. Sein Angriff auf dem Königsflügel war mittlerweile steckengeblieben, außerdem standen seine Figuren auf dem Damenflügel derart unbeweglich, daß er sich aus Ratlosigkeit zu einem Figurenopfer entschloß. Danach musste ich nur noch darauf achten, daß er sich nicht durch Dauerschach ins Remis rettete, was mir auch gelang.

Die kürzeste Partie des Tages spielte Reimer Theil an Brett 5. Während an meinem Brett 2 Züge gespielt wurden, wickelte R.Theil seine komplette Partie ab. Er brachte gleich in der Eröffnung ein Bauernopfer, mit dem sein Gegner offenbar gar nicht gut zurechtkam. Der Entwicklungsvorteil wurde dadurch so groß, daß ein kleiner Fehler schon ausreichte die Partie zugunsten von R.Theil zu entscheiden.

Endstand SV Oberursel VI – Sfr.Frankfurt III: 1 ½ : 4 ½ (H.P.Henn)

7.Spieltag

Landesklasse Ost 7. Runde v. 4. 3. 2001

Schachfreunde I    6 - 2    SG Dietzenbaach

1) IM Soos          1/2     Bendel
2) Behnick          1/2     Schaaf, R.
3) Dr. Herges        1      Schaaf, A.
4) Kratzer           1      Gerstmann, F.
5) Kabir             1      Gerstmann, H.
6) Thieme           1/2     Reuß
7) Dr. Biller       1/2     Hoffmann
8) Mielke            1      Koller

Mit diesem beachtlichen, auch der Höhe nach wohlverdienten Sieg gegen den bis dahin noch verlustpunktfreien Tabellenführer aus Dietzenbach meldeten sich die SCHACHFREUNDE – wenn auch etwas verspätet – wieder in der von der Konkurrenz von Beginn an erwarteten Stärke in der Landesklasse zurück.

Von unseren Gewinnern wackelte nur Kabir zeitweilig, Dr. Herges gelang ein glänzendes Mattfinale, Kratzers nicht nachlassender Aggressivität mußte der Gegner in hochgradiger Zeitnot Tribut zollen, während Mielke aus einer Position der Stärke Zug um Zug den Druck erhöhte, bis die gegnerische Stellung zusammenbrach. Alle unsere Remispartien waren ungefährdet. Eine ausgezeichnete Mannschaftsleistung. (Reimer Theil)

Tabelle
 1. SAbt SG 1945 Dietzenbach 1  12 :  2    33½
 2. SC Brett vor'm Kopp Ffm 1   10 :  4    37
 3. SK Bad Homburg 1            10 :  4    32
 4. SC 1934 Gelnhausen 1        10 :  4    32
 5. Sfr.Frankfurt 1921 1         7 :  7    28
 6. SC 1952 Obertshausen 1       6 :  8    26½
 7. SC Eschbach i.USI-Land 1     6 :  8    26
 8. SV Oberursel 3               4 : 10    26½
 9. SV Maintal 1                 4 : 10    24½
10. SV 1926 Neu-Isenburg 1       1 : 13    14
Bezirksoberliga
Schachfreunde Ffm II- Fechenheim I

Die siebte Runde gegen Fechenheim lief nicht so gut fuer uns. Obwohl unsere Spieler am ersten und zweiten Brett gute Stellungen erreichten, holte sie nicht mal einen halben Punkt. Ulrich verlor eine Stellung, die nach einem fragwuerdigem Opfer seines Gegners objektiv zu gewinnen war. Am zweiten Brett verlor Andres im unguenstigstem Augenblick die Nerven, da er ploetzlich die Stellung oeffnete, dabei aber einen Bauern einbuesste und in eine hoffnungslose Position kam. Kasper am dritten Brett kam gegen Deuker nie richtig ins Spiel und verlor ohne wirklich eine Chance gehabt zu haben. Am vierten Brett spielte Telat eine hervorragende Angriffspartie und hatte im 15. Zug schon beinahe eine Gewinnstellung erreicht. Euler hatte am fuenften Brett ueberhaupt keine Chance gegen Teschler und verlor eine strategisch angelegte Partie. Der newcoming Jose Policarpo sorgte am sechsten Brett fuer eine grosse Ueberraschung, da er das angriffslustige Opfer von Huberperfekt widerlegte. An den letzten beiden Brettern verlor Rossmann gegen Voelker und Jaeger gewann gegen Muthig. (Fernandez)

Tabelle
 1. SV 1926 Fechenheim 1      12 :  2    41
 2. SC Bad Nauheim 2          11 :  3    33
 3. Sfr.1891 Friedberg 1      10 :  4    34½
 4. SV Bornheim 1926           7 :  7    27½
 5. SV Oberursel 4             7 :  7    26
 6. Bad Vilbeler Sfr. 1        6 :  8    29½
 7. SC Patzer 93 Ffm           6 :  8    24
 8. Sfr.Frankfurt 1921 2       5 :  9    25
 9. SC Eschbach i.USI-Land 2   5 :  9    21½
10. SV 1926 Fechenheim 2       1 : 13    18
Spielbericht der Kreisklasse, Runde 7 am 4. März 2001
Sfr.Frankfurt III- Bad Vilbeler Sfr. III

In unserem letzen Saisonspiel empfingen wir heute die Bad Vilbeler Schachfreunde im Frankfurter Haus der Heimat. Unser eigentliches Spiellokal, das Haus Ronneburg, war für diesen Spieltag zu klein, da gleichzeitig auch unsere beiden anderen Mannschaften ein Heimspiel hatten. Da aber für jede der drei Mannschaften ein separater Raum zur Verfügung stand, kam keine Unruhe auf und es herrschte eine angenehme Spielatmosphäre. Für das heutige Spiel hatte nur W. Weiss abgesagt, für ihn trat erneut unser starker Ersatzmann M.Ganjian an, so dass wir optimistisch in den Wettkampf gehen konnten. Doch durch ein Missverständnis hatte D.Fleischmann nicht rechtzeitig zum Spiellokal finden können, so ging von vornherein ein Punkt kampflos verloren. Die Gastmannschaft stand vor dem Spiel mit 2 Punkten Vorsprung auf dem zweiten Platz in der Tabelle, wir auf dem dritten. Wir hätten also nur durch einen Sieg eine Verbesserung erreichen können.

Zum Spielverlauf:

An Brett 1 spielte M.Luu heute mit den schwarzen Steinen. Die Partie wurde von beiden Seiten offensiv begonnen und auch im Mittelspiel sehr scharf weitergeführt. Doch bald schaffte sich M.Luu durch den versuchten Raumgewinn einige Schwächen in seiner Stellung, die sein Gegner auszunutzen wusste. Den entstandenen Nachteil konnte M.Luu nicht mehr wettmachen und musste sich bald geschlagen geben.

An Brett 2 spielte O.Pusnjak die kürzeste Partie des Tages. In einer riskanten Angriffspartie opferte er einen Läufer für zwei Bauern und zusätzlich die Qualität, bekam dafür aber eine offene Linie unter Kontrolle und verhinderte die gegnerische Rochade. O.Pusnjak spielte weiter gezielt und kompromisslos auf Königsangriff. Zu spät wurde seinem Gegner die Lage klar und kurz, bevor er mattgesetzt wurde, gab er auf.

Die Partie an Brett 3 verlief etwas langsamer, es wurde auf beiden Seiten zäh um Initiative gekämpft. Im Spielverlauf konnte R.Kottenhahn nicht verhindern, daß sein Gegner die aktivere Stellung bekam. Ein versuchter Angriff von R.Kottenhahn schlug fehl, so dass sein Gegner in Vorteil kam und dadurch die Partie gewann.

An Brett 4 verloren wir kampflos.

Die längste Partie fand heute an Brett 5 statt. Die Partie verlief ausgeglichen, war aber durch viele Gefahrenmomente auf beiden Seiten sehr spannend. Kurzzeitig kam ich mit einem Bauern in Vorteil, den ich aber postwendend wieder einbüßte. Mein Gegner spielte ein Springeropfer, das ich wegen einer drohenden Gabel mit Angriff auf Dame und König nicht annahm (erst nach dem Match sah ich mit Hilfe einer Computeranalyse, dass es eine Möglichkeit gab, das Opfer anzunehmen und in entscheidenden Vorteil zu kommen). Aber auch mein Gegner hatte an 2 Stellen der Partie Chancen in Vorteil zu kommen, die er nicht nutzte. So blieb die Partie ausgeglichen und kurz nach der 1.Zeitkontrolle bot ich meinem Gegner Remis an, was dieser auch annahm.

Die Partie an Brett 6 verlief ähnlich schnell wie an Brett 2. M.Ganjian bekam durch ein frühes Bauernopfer eine vielversprechende Angriffsstellung. In dieser kritischen Situation entgingen seinem Gegner zwei Drohungen. Zunächst gewann M.Ganjian durch einen Doppelangriff eine Figur, kurz danach startete er einen Mattangriff, den sein Gegner nicht mehr abwehren konnte.

Endstand Sfr.Frankfurt III - Bad Vilbeler Sfr. III:   2½ : 3½ (H.P.Henn)
Abschlusstabelle
 1. SV 1926 Fechenheim 3 12 : 0 30½
 2. Bad Vilbeler Sfr. 3 10 : 2 23½
 3. Sabt Frankfurter TV 1860   7 :  5    22½
 4. Sfr.Frankfurt 1921 3       6 :  6    20
 5. SAbt TuS Makkabi Ffm 2     3 :  9    13
 6. SC Bad Nauheim 5           3 :  9    11½
 7. SV Oberursel 6             1 : 11     4

Die 3. Mannschaft erreichte in ihrer ersten Saison ein super Ergebnis. Unter dem Gesichtspunkt, dass erstens einige Spieler ihre ersten Wettkampfpartien bestritten und zweitens die Mannschaft nicht immer vollzaehlig antrat, sind die Spielergebnisse noch positiver zu werten! Weiter so! (Tratar)

8.Spieltag

Landesklasse Ost 8. Runde v. 18.3.01

Eschbach/Usi.I   4  -  4   Schachfr. Ffm I
1. Dunsbach        1/2     IM Bela Soos
2. Heil            1-0     Eckhard Behnick
3. Striebig        1-0     Gerhard Kratzer
4. Rispler         0-1     Dr. Udo Herges
5. Knopp           0-1 k.  Rezaul Kabir
6. Kirchner        1/2     Hans Thieme
7. Diehm           1-0     Moritz Peter Mielke
8. Schiffmann      0-1     Karsten Engel

Das Mannschafts-Remis nützte zwar beiden Teams, um sich endgültig aus der erweiterten Abstiegszone zu verabschieden, aber dieser Gedanke spielte wohl an keinem Brett eine Rolle, denn an allen, bis auf Brett 5, welches die Heimmannschaft kampflos abgab, wurde erbittert gefochten.

Bela fand in Dunsbach den erwartet starken Gegner und konnte den Anzugsvorteil nie vergrößern. Daran änderte sich auch nichts mehr, nachdem er – kämpferisch wie immer – ein Remisangebot Dunsbachs abgelehnt hatte. Einige weitere Züge später wurde dann doch der Friedensschluß vereinbart.

Eckhards intuitive Eröffnungsbehandlung hatte nicht den gewünschten Erfolg, Im Gegenteil, seine passive Stellung ließ schon bald, nachdem er eine sehr gute Ausgleichsmöglichkeit, im Endspiel sogar eine überraschend auftauchende forcierte Gewinnchance versäumte, das Schlimmste befürchten, was dann auch bald eintrat.

Gerhard ging mit den weißen Steinen viel zu optimistisch zu Werke, und als sich nach einem taktischen Schlagabtausch der Pulverdampf lichtete, hatte er zunächst einen Minusbauern und was schwerer wog, einige mehr als unbequeme positionelle Schwächen zu beklagen, welche weitere Bauernverluste zur Folge hatten. Sein Gegner ließ ihm im Endspiel keine Chance.

Udo hatte sich mit großem Ideenreichtum ein deutlich vorteilhaftes Läufer-gegen-Springer-Endspiel mit Mehrbauern erarbeitet, welches er präzise zum Sieg steuerte und so den Wettkampf zum Zwischenstand von 2,5-2,5 ausglich.

Die drei letzten Bretter standen schon eine Weile klar auf Gewinn, doch dann kam die Zeitnotphase.

Hans Thieme übersah einen taktischen Trick und büßte gegen einen gegnerischen Freibauern, den er für einen Springer hätte haben können, ganz unnötig einen Turm ein. Ob das danach entstehende Endspiel für Thieme doch noch zu gewinnen war, blieb letztlich ungeklärt, denn nach vielen Schachgeboten schloß man beiderseits erschöpft Frieden.

Moritz hatte seinen Gegner glatt überspielt. Als er den nahen Gewinn etwas übereilt realisieren wollte, wartete sein Kontrahent mit einer tückischen Riposte auf, die diesem einen halben Punkt einbringen sollte. Moritz glaubte sich allerdings weiter auf der Siegesstraße und fiel bei der Umwandlung seines vermeintlichen Gewinnbauern einer optischen Täuschung zum Opfer. Das Endspiel war dann hoffnungslos.

So rettete uns Karsten in der letzten Partie mit einem ungefährdeten und überzeugenden Endspielsieg gerade noch das Mannschafts-Remis. Alles in allem ein versöhnlicher Ausklang eines spannenden Schach-Kampftages. (Reimer Theil)

Bezirksoberliga
Eschbach/Usi.II - Schachfreunde Ffm II

Dieser Wettkampf zwischen 2 Abstiegskandidaten sollte die Vorentscheidung um den Abstieg bringen. Da diese Saison wohl leider 2 Mannschaften absteigen werden, war es fuer uns umso wichtiger zu gewinnen. Bei einem hohen Sieg waeren wir sogar alle theoretischen Abstiegssorgen los, bei einer Niederlage jedoch, wuerde es am letzten Wettkampf noch einmal ganz schoen knapp werden. Schauen wir uns die Bretter in der Reihenfolge an, in der sie beendet wurden.

Am 5. Brett spielte Telat mit Weiss. Auf der Hinfahrt ueberlegten wir uns noch, ob ich (Willi) nicht das Brett mit ihm tauschen sollte, damit ich fairerweise auch mal mit weiss spiele, aber wir blieben bei der gemeldeten Rangfolge, was sich als richtig herausstellte. Telat spielte eine Schnellpartie, denn bei meinem ersten Blick sah ich nur das Mittelspiel (Eroeffnung war da schon lange kein Thema mehr) und als ich beim 2. mal vorbeiging reichte ihm sein Gegner die Hand. Beide hatten 15(!) Minuten verbraucht. UNGLAUBLICH !!! Telat sah eine schoene taktische Kombination, die zum Sieg fuehrte. 1:0, mehr kann ich dazu leider nicht sagen. Absolut klasse fuer die Moral bei einem so wichtigem Spiel.

Nun verging ersteinmal eine Weile, bevor die naechste Partie endete. Ich glaube es war die von Jonathan an Brett 6. Er opferte in der Eroeffnung einen Bauern, stand danach aber nicht unbedingt sehr aktiv, sondern hatte eher keine Kompensation. Ich betrachtete die Stellung also als leicht nachteilhaft. Doch Jonathan kaempfte und kaempfte, sah einen taktischen Trick mit Matt oder Figurenverlust, auf den der Gegner keine Antwort wusste. 2:0 !

Ungefaehr zu diesem Zeitpunkt fiel auch bei Andres am 2. Brett die Entscheidung, er stand die ganze Partie leicht vorteilhaft, denn er konnte auf der einzig freien Linie seine Tuerme verdoppeln, was ihm einen Bauern brachte. Jedoch sollte das noch ein laengerer Kampf werden, dann aber patzte sein Gegner, woraufhin Andres mit einem taktischem Trick noch mehr Material gewan. Aufgabereif. 3:0 !

Am 3. Brett spielte Herr Kasper gegen Tierling eine sehr, sehr offene Partie. Tierling bot mehrere Figurenopfer an, die Kasper ablehnte, um mit seinem Koenig nicht kritisch zu stehen. Jedoch kostete Kasper das sehr viel Zeit, die aber gut angelegt war, denn der Angriff auf seinen Koenig war nun abgefangen. Da er aber in Zeitnot war, bot er remis an. Tierling lehnte jedoch ab, was ihn teuer zu stehen kam, denn nun spielte Kasper sehr sicher weiter und gewann die Partie!!! 4:0 !!! Wer haette das gedacht?

Am 8. Brett quaelte sich Rossmann in einer sehr gedrueckten Stellung gegen Schiffer. Sein von Bauern eingesperrter Laeufer war deutlich schwaecher als der vom Gegner, doch Rossmann verschaffte sich am anderen Fluegel Gegenspiel, so dass dadurch einiges an Material abgetauscht werden konnte und sein Laeufer Luft bekam. Man einigte sich auf Remis. 4,5:0,5, damit war der so wichtige Sieg sichergestellt. Die Frage war nun, wie hoch sollten wir gewinnen.

Am 1. Brett spielte Ulrich sehr offensiv mit zentralem Koenig, was ihm eine schoene Angriffsstellung einbrachte. Der Gegner konnte den Angriff nur mit Damentausch abwenden, was Ulrich in ein klar gewonnenes Endspiel brachte. Natuerlich lehnte er das Remisangebot seines Gegners ab und fuhr den vollen Punkt ein. Ein nie gefaehrdeter Sieg, weiter so Ulrich! 5,5:0,5

Tja, am 7. Brett kam Euler leicht schlechter aus der Eroeffnung und verlor einen Bauern, fuer den er meines Erachtens keine Kompensation hatte. Bei meinem naechsten Blick aufs Brett hatte er jedoch im Endspiel eine Figur mehr, was wohl leicht zu gewinnen war. Aber Euler als alt-Usinger wollte wohl zu schoen spielen und warf seine Gewinnstellung weg. Er musste sogar noch ums remis kaempfen, da er aber die Regel der Opposition beherrschte, war auch dies kein Problem. 6:1

Zu diesem Zeitpunkt waren wohl an die 4,5h gespielt. Voellig unverstaendlich ist nun einem Fahrer der Mannschaft eingefallen er muesse nun weg, womit leider 5 Leute der Mannschaft abtransportiert waren. Dabei spielte ich doch noch! 🙂 Ja, ich stand die ganze Partie sehr schlecht und konnte mich im Mittelspiel kaum bewegen. Wollte meinen Gegner im Endspiel noch ueber die Zeit heben, was beinahe gelang, da dieser beim 40. Zug nur 3-6 Sekunden auf der Uhr hatte, jedoch kostete mich diese Aktion einen zusaetzlichen Bauern – einen hatte ich schon im Mittelspiel verloren – so dass ich nun mit 2 Minusbauern im Turmendspiel war. Nur leider stand mein Turm auch noch sehr schlecht und der Koenig konnte nichts machen. Doch mein Gegner hatte an meinem Geburtstag Erbarmen mit mir und verschlechterte mit einigen ungenauen Zuegen sein sehr gutes Turmendspiel, was mir einen sehr aktiven Turm einbrachte. Wollte er diesen aktiven Turm, der auch noch unangenehm Schachs gab, vertreiben, so musste mein Gegner mehrere Bauern opfern und versuchen einen Bauern zur Damenumwandlung durchzudruecken. Dies gelang zwar, jedoch konnte ich meine Dame im selbem Zug aufs Brett bekommen, nur kam meine mit Schach aufs Brett. Nun hatte ich noch 20 Minuten und mein Gegner 3 Minuten auf der Uhr, ich mit Dame und 2 Bauern gegen seine Dame und seinen Bauern. Da meine Gewinnversuche durch ein Dauerschach endeten, wurde die Partie remis nach fast 6 stuendigem Kampf. So haben wir an keinem Brett verloren. 6,5 : 1,5 ein klasse Ergebnis, wobei natuerlich einige Punkte gluecklich zustande kamen. Damit spielen wir definitiv naechstes Jahr wieder in der Bezirksoberliga!

9.Spieltag

Die erste Mannschaft gewann gegen Oberursel III 4,5:3,5 und sicherte sich einen Platz im
Mittelfeld. Nach dem letztjaehrigem Abstieg und der moeglichen Spielstaerke hoffen sollte eine
Leistungssteigerung naechstes Jahr im Bereich des Moeglichen liegen.
Abschlusstabelle
 1. SC Brett vor'm Kopp Ffm 1 14 : 4 46½
 2. SK Bad Homburg 1            13 :  5    41½
 3. SAbt SG 1945 Dietzenbach 1  13 :  5    39½
 4. SC 1934 Gelnhausen 1        12 :  6    40½
 5. Sfr.Frankfurt 1921 1        10 :  8    36½
 6. SC Eschbach i.USI-Land 1     9 :  9    34½
 7. SC 1952 Obertshausen 1       8 : 10    36
 8. SV Maintal 1                 6 : 12    32
 9. SV Oberursel 3 4 : 14 33½
10. SV 1926 Neu-Isenburg 1       1 : 17    19½
Bezirksoberliga
Schachfreunde Ffm II - SV Oberursel IV

Am 01. April fand der letzte Wettkampf der Bezirksoberliga zwischen
Oberursel und uns statt. Es war ein sommerlicher Tag und wir fuehlten und
spielten nicht wie an einem Mannschaftswettkampf, denn es fehlte der
Kampfgeist, die Einstellung zu kaempfen bis zum umfallen. Lag wohl auch ein
bisschen daran, dass uns der Nichtabstiegsplatz sicher war.

Am 1. Brett spielte Marc Nichols gegen Ulrich eine unregelmaessige
Eroeffnung, die Ulrich in tiefes Nachdenken fallen liess. Marc erreichte
grossen Raumvorteil, so dass Ulrich sehr, sehr passiv stand.
Gluecklicherweise nahm Marc in deutlich besserer Stellung das Remis an.
0,5:0,5

Am 2. Brett gewann Andres kampflos.1,5:0,5

Am 3. Brett spielte unser Herr Kasper gegen Hans-Dieter Post. Es kam eine
sehr offene Stellung auf das Brett, in der Hans-Dieter mit seinem Angriff
viel weiter war. Als er remis anbot, nahm Kasper dankend an. 2:1

Am 4. Brett spielte ich (Willi) gegen Kolompar. In einer offenen Stellung,
wollte ich die guten Zuege erst vorbereiten, statt sie gleich zu vollenden.
Als das Spiel ausgeglichen war, setzte ich zu optimistisch fort, was
bestraft wurde. 2:2

Am 5. Brett spielte Telat. Er erwischte an diesem Tag keinen guten Tag.
Stand er doch das ganze Spiel mit dem Ruecken zu Wand. Auch wenn er  im
Endspiel wohl remis haette halten koennen, so war die Niederlage
verdient.2:3

Am 6. Brett spielte Jonathan mal wieder eine Glanzpartie. Da der Gegner in
falscher Einschaetzung lang rochierte, war Jonathans Sieg nie gefaehrdet. Am
Schluss durfte der Koenig des Gegners sogar quer ueber das Feld laufen,
bevor er mattgesetzt wurde. Super, Jonathan! 3:3

Am 7. und 8. Brett erspielten Euler und Rossmann jeweils ein Remis. Einigte
man sich bei Rossmann recht schnell auf eines, so wurde es bei Euler
ausgekaempft bis fast nur noch die Koenige auf dem Brett waren. 4:4

Wie letztes Jahr auch, trennten wir uns 4:4, welches leider auch noch
schmeichelhaft fuer uns war, denn wir stand bei so manchem Remis schlechter.
Darueber hinaus gewannen wir auch noch kampflos. Hoffen wir, dass es uns
gelingt, naechste Saison Oberursel zu schlagen. Das erste Jahr in der
Bezirksoberliga haben wir auf jeden Fall ueberstanden. Ich moechte
mich bei allen fuer ihre Leistung bedanken!
Abschlusstabelle
 1. SV 1926 Fechenheim 1 16 : 2 52½
 2. SC Bad Nauheim 2           13 :  5    41
 3. SV Bornheim 1926           11 :  7    36½
 4. Sfr.1891 Friedberg 1       10 :  8    40
 5. SC Patzer 93 Ffm           10 :  8    34½
 6. Bad Vilbeler Sfr. 1         8 : 10    38
 7. Sfr.Frankfurt 1921 2        8 : 10    35½
 8. SV Oberursel 4 8 : 10 32 
 9. SC Eschbach i.USI-Land 2    5 : 13    25½
10. SV 1926 Fechenheim 2        1 : 17    24½