2. Spieltag Mannschaftskämpfe

Schachfreunde 1 fuhr am Sonntag nach Bensheim, wo man sich letztes Jahr eine 6:2-Niederlage eingehandelt hatte. Diesmal agierte die Mannschaft jedoch glücklicher. Früh sicherte Omri mit der Abtauschvariante der Slawischen Verteidigung den ersten halben Punkt. Wolfgang, der ja schon vor zwei Wochen im Endspiel brilliert hatte, stellte erneut seine hervorragende Technik unter Beweis, indem er die Bauernstruktur seiner Gegnerin systematisch schwächte und – ohne zunächst Materialvorteil zu haben – zum ganzen Punkt verwertete. Tarik hingegen kam leider schlecht aus der Eröffnung und die taktischen Verwicklungen verliefen nicht zu seinen Gunsten. Ganz anders Ulrich: sein Gegner fiel nach wenigen Zügen auf einen Standardtrick herein, der ihn erst den wichtigen Zentralbauern und schließlich die ganze Partie kostete. Die Stellungen von Kabir und Stefan sahen ebenfalls zunächst vielversprechend aus, doch beide mussten letztlich die Waffen strecken. So lag das Heil der Mannschaft in den Händen von Jasmin und Dr. Biller, die zusammen mindestens 1,5 Punkte beisteuern mussten, um eine Niederlage abzuwenden. Helmut Biller war mit Schwarz in eine passive Stellung geraten, in der er zunächst die Qualität verlor. Seinem Gegner unterliefen im Anschluss jedoch einige Ungenauigkeiten, die er auszunutzen und in ein gewonnenes Läuferendspiel zu transferieren wusste. So stand es kurz vor Schluss 3,5:3,5 und bei Jasmin stand das Brett in Flammen. Noch nach der Partie rätselten die Analysierenden lange, wer nun eigentlich besser stand. Fast sah es aus, als ob Jasmins König dem Angriff von Doppelturm und Springer erliegen würde, doch die konkrete Variante war nicht zu finden und Jasmin hatte einen nicht ganz ungefährlichen Freibauern mehr, sodass ihr Gegner schließlich das Dauerschach wählte.

Jasmin Breitwieser

 

BrettSFR 1ErgebnisSges Bensheim I
1Schlesinger, Omri0,5-0,5Stelzer, Harald
2Biller, Helmut, Dr.1-0Meiser, Markus
3Kabir, Rezaul0-1Kargoll, Herbert
4Calvi, Stefan0-1Uhl, Michael, Dr.
5Breitwieser, Jasmin0,5-0,5Goeke, Bernd
6Von Auer, Ulrich1-0Zipp, Sören
7Orlinski, Wolfgang1-0Petri, Birgit
8Dörr, Tarik0-1Hempel, Manfred

 

Bilder von Schachfreunde 2 & 3

 

Schachfreunde 2 verliert gegen Sabt. Frankfurter TV II mit 3,5 – 4,5. Zu den Einzelergebnissen.
Schachfreunde 3 haben es mal wieder spannend gemacht. Bis zum letzten Brett musste die Mannschaft zittern, ob es doch noch zu einem Sieg reichen könnte. Dabei war die dritte Mannschaft eher als Außenseiter gegen die  nach der Papierform deutlich überlegene dritte Mannschaft des FTV 1860 angereist.  In den Gewölben der Kegelbahn des Turnvereins zeigte sich dann allerdings sehr schnell, dass die alte Weisheit gilt: „Die Wahrheit liegt auf dem Platz.“ Dabei hatte der Spieltag eher unerfreulich angefangen. Geir hatte den Termin verschwitzt, aber auch der Gegner trat nicht an. Das wäre ein leicht verdienter Punkt gewesen. Den ersten Punkt holte dafür Lutz. Allerdings mit etwas Glück. Nach einem Eröffnungspatzer hatte der Gegner einen Bauern eingebüßt, das versuchte er mit einem starken, opferreichen  Angriff auf den König auszugleichen. Fast mit Erfolg. Mit einem Dauerschach hätte er das Remis erzwingen können. Aber er wollte mehr, und das ging schief. So brachte der missglückte Opfergang den ersten vollen Punkt für die Schachfreunde. Und auch Rolf legte gleich nach und erreichte frühzeitig ein Remis am Brett. Tim setzte seinen Gegner schnell so stark unter Druck, dass ihm erst die Luft und dann die Lust ausging. Komfortable Führung für die Schachfreunde. Aber dann gab es einen Rückschlag. Mario musste erst einen Minusbauern hinnehmen und biss sich dann einem gut geschützten Freibauern trotz Opfermut die Zähne aus. Dagegen zeigte Andres, wie man mit einen Königsindischen Angriff Caro Kann die Hölle heiß macht. An allen Ecken brannte es auf dem Brett, der Gegner war von zahlreichen Fesselungen eingeschnürt, stetig und ruhig erhöhte Andres den Druck, der schließlich in einen vollen Punkt mündete. Zwei Partien standen aus, ein halber Punkt hätte zum Sieg gereicht. Dirk geriet in einen böse Springergabel, die zu großen Verlusten führte. Dann ruhten nach vier Stunden Spiel  alle Hoffnungen auf Michael. Und er zeigte nervenstark, wie man mit einem Doppelbauern alle Freibauernträume des Gegners zerplatzen lassen kann. Besonnen sammelte er die übrigen Bauerninseln ein, am Ende standen sich die Könige allein frontal gegenüber. Ein halber Punkt und der Mannschaftssieg gerettet, der die Dritte jetzt erst einmal ohne Punktabzug auf den dritten Tabellenplatz katapultiert hat.

Lutz Fischer

 

BrettSFR 3ErgebnisSabt. Frankfurter TV
1Fernandez Egea, Andres1-0Raab, Hendrik
2Fischer, Lutz1-0Caranovic, Goran
3Niedermowe, Dirk0-1Thomas, Mario
4Bergmann, Michael0,5-0,5Storch, Dominik
5Reichel, Rolf0,5-0,5Pham-Tran, Bao
6Bock, Mario0-1Euler, Uli
7Smith-Meyer, Geir—-Abrahamyan, Arsen
8Staeger, Tim1-0Korzahovic, Voja

 

Schachfreunde 4  war ziemlich ersatzgeschwächt. Es hatten noch 2 Tage vorher Spieler abgesagt, die krank im Bett lagen. Also musste ich etwas improvisieren und einen kleinen, den Alexey, ans 8. Brett setzen. Zum Glück hatte ich ja noch den Arthur Fischer.
Zu Brett 1: Gerrit meinte hinterher, er werde nie mehr mit Schwarz spielen. Er hat wirklich ziemlich lang mit einem Turm am Ende gegen 3 Figuren und eine Bauernarmada versucht sich zu halten. Ich mein, es ist ja gut, wenn die Spieler in der Mannschaft nicht gleich aufgeben. Also ich verlang von niemandem, dass er mit einer derartigen Verluststellung weiter spielt. Gerit hat zumindest alles versucht.

Brett 2: An Brett 2 war laut Aussage von Andreas Mayer, der am 2. Spieltag nach seinem Urlaub zum ersten Mal in dieser Saison gespielt hat, nach dem 6. Zug schon keine Schöne Stellung mehr für ihn. Gut, am 2. Brett ist es natürlich auch nicht so einfach. Andreas hat sich ziemlich gequält, aber der Brettpunkt ging an die andere Seite.

Brett 3: Der Oliver Henrich ist im Moment unser Top-Scorer! Am 2. und 3. Brett 2 aus 2, er spielt sehr solide, stellt sich sehr solide auf und spielt seine Partien sehr souverän nach Haus. Gratuliere!
4. Brett: meine Wenigkeit Scorer Nummer 2. Auch 2 aus 2, aber halt an Brett 4. Diese Partie war interessant: ich hat eigentlich eine Figur eingestellt, Gegner hats nicht gesehen. Aber laut Schachprogramm hätte der Gegner auch mit der Mehrfigur verloren. Die Stellung von Schwarz war schon fürchterlich. Hinten drin ein Knäuel von Figuren, die sich gegenseitig blockieren, ein Turm spielt gar nicht mit, der andere macht kaum was, die Dame steht im Abseits, die 2 Läufer sind ziemlich arbeitslos…….. ich denke, mit der schwarzen Stellung konnte er auch mit ner Figur mehr nichts machen. Ich hatt mal ins Programm genommen, wenn weiss noch eine Figur verliert, selbst das reicht für schwarz nicht. Angesichts der „gelähmten“ Schwarzen Stellung ging der Punkt wohl zu Recht an mich.

Brett 5: Unser Dietmar war, so wie ich übrigens auch, erkältungs- bzw grippegeschwächt. Deswegen kann man mit dem Remis auch nicht meckern, er spielt wie immer ruhig und solide, man kann nicht immer alles haben.

Brett 6: Klaus Anhalt hat laut eigener Aussage heut zu viel Fehler gemacht. Er dachte, er könnts gewinnen, war aber dann doch „nur“ remis. Geht in Ordnung. Es hat nicht jeder immer seinen besten Tag, und beim Klaus weiss man, was man hat.
Brett 7: Unser Mister Zuverlässig, Arthur Fischer, kam unverschuldet weil ein Bus wohl nicht fuhr, 15 Minuten später, schlug seinen Gegner dann relativ locker in ziemlich kurzer Zeit und sagte dann um 15 Uhr: Ich fahr dann mal wieder heim. Danke!

Brett 8: Ich hatte den kleinen Alexey aufgestellt. Ich sah nur, dass er nach 4 Minuten Bedenkzeit mit 1:56 Stunden auf der Uhr schon 2 Figuren weniger hat! Und bei 1:45 Stunden, also nach 15 Minuten, steht er dann auf Gewinn. Und dann hat er 10 Minuten später verloren. Alexey war aufgeregt, bemüht, mit einer besseren Einteilung der Bedenkzeit wäre mehr drin gewesen.
Insgesamt: Friedberg hat stark gespielt und das Remis geht damit in Ordnung. Wir müssen uns allerdings noch steigern. Wenn wir uns steigern, können wir im Mittelfeld landen, wie ich denke. ‚Wenn nicht, dann gehts gegen den Abstieg. Aber die Tabelle kann ja wohl jeder lesen.

Jens Urbach

Zu den Einzelergebnissen.

 

Schachfreunde 5 verliert gegen SV Neu Isenburg II mit 1 – 5. Zu den Einzelergebnissen.