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Thorsten Ostermeier Vorsitzender der Schachfreunde Frankfurt 1921 und des Bezirk 5 Frankfurt gewinnt die Wahl zum Vorsitzenden des HSV.

Auf dem 67. ordentlichen Kongress des Hessischen Schachverbandes in Korbach wurde heute über die wichtigsten Ämter des Präsidiums entschieden. Vertreter aller Schachvereine und Schachabteilungen, die Mitglieder des erweiterten Vorstandes und die Ehrenmitglieder des Verbandes waren geladen und stimmten über die neuen Vorstandsmitglieder des Präsidiums ab.

Thorsten Ostermeier auf chesstigers.de

 

Mit dem „Preis für ausgezeichnete Öffentlichkeitsarbeit“ möchte der Hessische Schachverband herausragendes Engagement in den Vereinen honorieren und, wenn
möglich, über diesen Wettbewerb einen Impuls setzen, die lohnenswerte Arbeit zu intensivieren.

In der Kategorie Internetauftritt / neue Medien geht der Preis dieses Jahr an die
Sfr. Frankfurt 1921 e.V.

Der Preis beinhaltet:

  • ƒ Beurkundung und Auszeichnung auf dem HSV-Verbandskongress 2013; 
  • ƒ je ein Vereins-Werbepaket im Werte von 50,- €; 
  • ƒ die Option, seinen Verein und sein Konzept auf der Internetseite des HSV
Trauer um Reimer Theil

Trauer um Reimer Theil

Als langjähriger Vorsitzender hat Reimer Theil unseren Verein ganz maßgeblich mitgeprägt. Auch nachdem er den Vorsitz abgab engagierte sich Reimer Theil weiterhin, insbesondere im Jugendbereich. Nicht nur mir, sondern vielen, wenn nicht sogar den meisten Vereinsmitgliedern war Reimer Theil mehr als nur ein Schachfreund. Mit seiner stets freundlichen, besonnenen Art, sowohl im Schachspiel als auch sonst, möge er uns im Gedächtnis erhalten bleiben.

12. Fernschach-Olympiade

12. Fernschach-Olympiade

Im Finale der XII. Fernschach-Olympiade holte Karl-Hein Maeder (Sfr.-Frankfurt) am Brett 6 mit der deutschen Mannschaft die Goldmedaille.

Das Finale fand ohne Russland statt, das die Qualifikation verpasst hatte. Deutschland sicherte sich mit einem deutlichen Vorsprung des Olympiasieg. Platzierung: 1. Deutschland (47,5), 2. Litauen (42,5), 3. Lettland (42,5), 4. Schweden (37), 5. Schweiz (36,5), 6. Tschechien (36,5), 7. Österreich (34), 8. Brasilien (31,5), 9. Schottland (31), 10. Niederlande (27,5), 11. Kanada (15,5), 12. Qatar (14).

Zum ersten Mal Deutschland in einem Team und zum ersten Mal Gold, Siegerehrung 1999 in Magdeburg, v.l.n.r.: Achim Soltau (Teamchef), Dr. Fritz Baumbach, Karl-Heinz Maeder, Heinrich Burger, Hans Palm, Dr. Martin Kreuzer und im Vordergrund Volker-M. AntonQuelle: Chessbase
Karl-Heinz Maeder wird Frankfurter Stadtmeister - 1967

Neuer Frankfurter Stadtmeister wurde der jugendliche K.H. Maeder mit 6 Punkten (5 Siege, 2 remis) vor Titelverteidiger Schindler und Brauner je 5½, Babinger und Tränkel (alle GW) je 5 Punkte.(1)

Frankfurter Stadtmeister wurde der jugendliche Karl-Heinz Maeder vor Titelverteidiger Leo Schindler. Das Jugendturnier gewann Babinger.(2)

Quellen:
(1) Aus: Schachecho Nr. 13, Juli 1967, gefunden von Sfr. Thomas Henrich, Gießen
(2) Aus: DSZ 1967, Heft 10, S. 342, gefunden von Sfr.Udo Güldner, Forchheim

Die Gründung des Frankfurter Schachverbandes — Bezirk 5

28. Oktober 1924: Die Gründung des Frankfurter Schachverbandes — Bezirk 5

Ein kleiner Rückblick auf ein Kapitel Frankfurter Schachgeschichte

Es fällt schon auf, daß sich die Gründungsdaten von Schachvereinen und teilweise auch die von Verbänden derzeit häufen. Viele dieser Vereine hatten ihren Anfang in den 20er-Jahren, also nur wenige Jahre nach dem Ende des l. Weltkrieges, der offenbar zur Verbreitung des Spiels beigetragen hat.

Das Anwachsen der Schachbewegung in dieser Zeit traf aber nicht in allen Regionen auf eine Schachorganisation, die dieser Bewegung gewachsen oder aber gar nicht vorhanden war. Es mußten Regionalverbände erst gebildet werden. So kam es in der Region, zu der auch Frankfurt sowie Teile des heutigen Landes Hessen damals räumlich gehörten, 1920 zur Gründung des „Mittelrheinischen Schachbundes“ und schließlich, am 28. Oktober 1924, zur Gründung des „Frankfurter Schachverbandes“ (heute Bezirk 5), der zu diesem Zeitpunkt noch ein reiner Stadtverband war.

Mittelrheinischen Schachbundes
Mit der Gründung des Mittelrheinischen Schachbundes, den man als eine Art Vorläufer des heutigen Hessischen Schachverbandes ansehen kann, war gleichzeitig eine der letzten Regionen, die über noch keine eigene Interessenvertretung im Schach verfügte, gefüllt worden.

Doch war die Fläche, die dieser Bund mit Sitz in Bad Ems abzudecken hatte, viel zu groß, um etwa einen Turnierbetrieb gestalten zu können. Auch wenn dem Bund Mitte der 20er Jahre nur über 40 Vereine mit etwa 2000 Mitgliedern angehörten, war der Zweck, die „Förderung und Hebung des Schachspiels am Mittelrhein zwischen Köln und Frankfurt a. M.“ wohl kaum zu erfüllen, weil dieser Raum von Gießen und Marburg im Nord- Nordosten, von Darmstadt und Heidelberg bzw. Worms im Süd- Südwesten bis nach Trier im Westen reichte.

Es war also nur eine Frage der Zeit, daß sich Unterverbände bilden mußten. Anstöße dafür gab es viele. Neben dem schon Genannten, dem zu großen Territorium, war es wohl nicht zuletzt die starke Zunahme von Schachvereinen in dieser Zeit, die u.a. auf eine Organisierung von Wettkämpfen drangen.

Frankfurter Schachverband — Bezirk 5

Daß es auch in Frankfurt zur Gründung eines Schachverbandes — Bezirk 5 kam, überrascht dabei nicht, weil hier das organisierte Schachspiel eine lange Tradition besaß. Dennoch gab es in Frankfurt, neben den genannten neuen Vereinsgründungen, noch einen besonderen Anstoß, der zur Gründung dieses Stadtverbandes geführt hatte.

Frankfurt gehörte am Ende der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nicht zu den allerersten Adressen im Schach. Das waren vor allem die Städte Berlin mit ihrer „Schachgesellschaft“ oder Leipzig mit der „Schachgesellschaft Augustea“. Aber die Stadt am Main, in der 1887 ein „Vorort- Komitee“ des Deutschen Schachbundes (DSB) gegründet worden war, gehörte in den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts immerhin zu den „neun hervorragendsten Schachstädten“ in Deutschland.

Führender Schachklub war der 1880 gegründete Schachverein „Anderssen“ Frankfurt, dessen Mitgliederzahl Mitte der 90er-Jahre des vorigen Jahrhunderts nur knapp unter 100 lag. Das überrascht nicht, wenn man z.B. aus den Berichten von Zeitchronisten erfahren kann, welche Bedingungen der Verein den Spielern damals bot. Für sie standen „außer einem größeren Spielsaal, noch drei schön eingerichtete Zimmer zur Verfügung, ein Lesezimmer mit der Bibliothek, ein Rauchzimmer, und ein Zimmer für Turnierspieler“. Und in dem nahe dem Opernplatz gelegenen Domizil empfing die Spieler am Eingang „ein Portier in Livree und machte die Honneurs“.

Dabei wurden nicht wenige Simultan- und Blindvorstellungen organisiert. Das war „für Frankfurt was Neues, das viele Zuschauer anlockte. Die Presse brachte lange Berichte, das warb für den Verein.“ Und die Liste derer, die im Laufe der Zeit dort ihre Spielkunst vorführten, konnte sich sehen lassen: C. v. Bardeleben, S. Tarrasch, Schlechter, Steinitz, Janowski und später auch E. Lasker. “

Das aller größte Interesse erregte das Auftreten Capablancas.“ Diesen hatte der Verein telegraphisch eingeladen und war damit „allen anderen Vereinen in Deutschland vorausgeeilt“. Schließlich war Capablanca bei „Anderssen“ 1911 zweimal, 1913 einmal zu Gast.

Der l. Weltkrieg brachte einen gewaltigen Einschnitt. 1917 wurde zwar noch ein neuer Verein gegründet, die meisten Klubs stellten aber ihren Spielbetrieb ein. „Anderssen“ verlor von seinen nahezu 100 Mitgliedern knapp die Hälfte, die alle in den Krieg mußten.

Um so erstaunlicher war die Entwicklung nach dem l. Weltkrieg. Die großen und traditionsreichen Vereine brachen bald aus allen Nähten. Die Mitgliederzahlen von „Anderssen“ zeigen das deutlich. 1919 waren es bereits 80 Mitglieder, 1920 immerhin 130, 1921 dann 175 und 1922 sage und schreibe 250 Mitglieder, die der Verein zählte.

Freie Schachvereinigung

Eine vergleichbare Entwicklung hatte auch die „Freie Schachvereinigung“ der Stadt durchlaufen, aus der später der „Frankfurter Schachverein“ hervorgegangen war. Daß diese beiden Großvereine, die lange Zeit das Schachleben der Stadt bestimmten, nicht alle neuen Spieler anzogen, sondern daß sich daneben auch neue Vereine bildeten, ist verständlich.

1920, also am Beginn des Jahrzehnts, war der Schachverein „Anderssen“ nicht nur der größte, sondern vermutlich auch der erste oder auch der einzige Klub, der über eine gut funktionierende Leitung verfügte. Aber das Jahr 1920 war für den Verein zugleich ein Jubiläumsjahr, so daß zur Feier des 40- jährigen Bestehens „ein größeres Turnier um die Meisterschaft von Frankfurt“ ausgetragen wurde.

Meisterschaft von Frankfurt

Dieses Turnier dauerte mehrere Wochen, erregte großes Interesse und wurde schließlich von Dr. Mannheimer gewonnen. Heute gilt diese Stadtmeisterschaft, die strenggenommen eine „inoffizielle“ war, als die erste nachgewiesene Stadtmeisterschaft von Frankfurt.

Für die Lücke, die bis in die Zeit der Jahre 1924/25 reicht, von wo an sich Stadtmeisterschaften mehr oder weniger regelmäßig nachweisen lassen, suchen viele heute nach einer Erklärung. Die Lösung, die hierfür gefunden wurde, scheint plausibel; Es fehlte an einer Organisation, einem geeigneten Verband, der dies anerkannter weise bewerkstelligen konnte. Dafür war die Zeit dann im Jahre 1924 reif. Der Anstoß, ein kleiner Eklat, wurde oben schon angesprochen.

Anfang Oktober 1924 schrieb die „Freie Schachvereinigung“ in der Tagespresse einen Wettkampf um die „Meisterschaft von Frankfurt a. M.“ aus. Auch den anderen Schachvereinen der Stadt war eine Mitteilung bzw. Einladung dafür zugeleitet worden. Teilnehmen sollten an dieser Meisterschaft alle „erstklassigen Schachspieler“, die zudem einem „hiesigen Schachverein“ angehörten. Für den Sieger waren 100 Mark als Preisgeld und der Titel „Meister von Frankfurt a. M.“ vorgesehen. Doch das Echo auf diese Offerte war negativ.

Fast alle Vereine der Stadt legten gegen diesen eigenmächtigen Schritt der „Freien Schachvereinigung“ Protest ein. Vielleicht war es der Ton, so würden wir aus heutiger Perspektive urteilen, mit der die Freie Schachvereinigung ihre „Aufforderung an die Frankfurter Schachwelt“ vorgetragen hatte, die den Widerspruch provozierte. Aber man verwahrte sich auch inhaltlich gegen den Alleingang der Schachvereinigung, eine Stadtmeisterschaft auszuschreiben bzw. auszutragen: So sollten auch solche starken Spieler zugelassen werden, die keinem Verein angehörten; und es gab Bedenken gegenüber der Aussetzung von Preisgeldern, weil man dies nicht im Einklang mit den Bestimmungen des DSB sah.

Die Freie Schachvereinigung hatte wenige Tage später versucht, diesen Protest auszuräumen. Schließlich war man übereingekommen, daß der Vorstoß der Freien Schachvereinigung umzumünzen sei als ein Anstoß zur Gründung eines Frankfurter Schachverbandes, in dem alle Vereine zu verbinden seien.

Die Gründungsversammlung dazu fand am 28.10.1924 im neuen Vereinslokal des Schachvereins „Anderssen“, im Restaurant Groß- Frankfurt am Eschenheimer Turm (eine Räumlichkeit, die die Stadt dem Verein zur Verfügung gestellt hatte, um dort ein „Schachheim“ zu errichten) statt.

Beteiligt waren an der Gründung des Verbandes die Schachvereine „Anderssen“, Freie Schachvereinigung, Schachverein „Hatikwah“, Klub der Schachfreunde (heute Schachfreunde Frankfurt), Schachklub Sachsenhausen und der Schachverein „Schachecke“.

Mit seinen über 600 Mitgliedern war dieser Schachverband einer der größten Stadt- Schachvereinigungen in Deutschland. Neben den üblichen schachlichen Allgemeinzwecken setzte sich der Verband zur Aufgabe, „die Stadt Frankfurt a. M. bei Städtewettkämpfen, auswärtigen Schachkongressen, Verbandsmeisterschaften usw. zu vertreten“.

In der Presse wurde diese Gründung begrüßt und man hielt die „Konstituierung für außerordentlich vorteilhaft für das immer mehr empor blühende Schachleben der Stadt Frankfurt und ihrer Umgebungen“ und hoffte, „daß die neue Vereinigung im Blüten- und Ruhmeskranz deutscher Schachvereine ein würdiges Mitglied sein wird“.

Alle sechs Gründungsvereine waren zugleich Mitglieder des DSB. Auch das jüngste Mitglied, der „israelitische“ Schachverein Hatikwah, der erst am 1.5.1924 gegründet worden war und bereits 100 Mitglieder hatte. Dem Mittelrheinischen Schachbund gehörten dagegen nicht alle Vereine an.

Im Gründungsjahr waren dem Frankfurter Schachverband noch der Rödelheimer Schachklub, die Schachgesellschaft Frankfurt und der Arbeiterschachklub Groß- Frankfurt beigetreten, die aber alle keine Mitglieder des DSB und auch nicht des Mittelrheinischen Schachbundes waren. Der Arbeiterschachklub Groß- Frankfurt hatte sich nur wenige Tage vor der Gründung des Frankfurter Schachverbandes — Bezirk 5 aus mehreren. Stadtabteilungen gebildet und wäre, wenn es heute einen „Nachfolger“ gäbe, gleichfalls 75 Jahre alt. Seine Mitgliedschaft zum Frankfurter Schachverband gilt als noch nicht ganz gesichert.

Einerseits war es nicht ungewöhnlich, daß Arbeiterschachklubs Mitglieder von Stadt- oder Ortsverbänden waren. In diesem Falle erscheint der Eintritt schon überraschend, weil er noch nach den gravierenden Satzungsänderungen des Deutschen Arbeiterschachbundes im Jahre 1922 erfolgte und diesen widersprochen hätte.

Gut ein Jahr später war der Arbeiterschachklub dann auch aus den Verzeichnissen des Frankfurter Schachverbandes — Bezirk 5 verschwunden. Die mit der Gründung des Frankfurter Schachverbandes — Bezirk 5 in die Satzung aufgenommenen Zwecke der Organisation, also beispielsweise die Austragung von Verbands- Mannschaftsmeisterschaften, erwiesen sich schnell als Makulatur.

Die beiden Großvereine, „Anderssen“ und die „Freie Schachvereinigung“, verhielten sich gegenüber dem Verband passiv und zeigten an Mannschaftskämpfen kein Interesse. Ein Grund dafür war, daß viele starke Spieler Mitglieder in beiden Vereinen waren und somit Mannschaftsaufstellungen eine klare Entscheidung für einen Verein verlangt hätten. Zudem bestanden in diesen mitgliederstarken Klubs so viele Wettkampfmöglichkeiten, daß darüber hinaus wohl kaum Spielinteresse bestand. Das war bei den kleineren Vereinen anders.

Klub der Schachfreunde

So hatte der 1921 gegründete „Klub der Schachfreunde“, der nur über 30 Mitglieder verfügte, an vereinsexternen Vergleichen ein viel größeres Interesse. Diese waren aber „privat“ nur schwer zu organisieren, wie die Zahl der Kämpfe dieses Vereins in der Zeit von der Gründung bis 1924 zeigt.

In diesen vier Jahren konnten nur sechs Wettkämpfe gegen andere Vereine ausgetragen werden.

Und so kam es, unter Beteiligung aller Vereine, vorerst nur zu der angestrebten und allgemein anerkannten Austragung von Stadtmeisterschaften im Einzelwettkampf, die ja auch der Anstoß für die Gründung des Verbandes waren. Die begannen einen Monat später und unter der Beteiligung von 15 Spielern.

Aus dieser Gruppe hatten sich sechs Spieler für die Endrunde qualifiziert. Und als erster „Schachmeister von Frankfurt a. M.“ für das Jahr 1925 konnte am 10. Januar 1925 der Spieler Wilhelm Orbach („Anderssen“) gekürt werden.

Daß dieser neue Schachverband und seine Ambitionen das Interesse der näheren Umgebung weckte, überrascht sicher nicht. Schon im Januar 1925 suchten die Vereine aus Neu- Isenburg, Oberursel und Bad Homburg über den Mittelrheinischen Schachbund Anschluß an Nachbarvereine“.

Das aber wäre schon wieder ein neues Kapitel Schachgeschichte (eine „Frankfurter Schach- Chronik“ ist in Vorbereitung).

Gerd Heinrich, Frankfurt am Main

Zehn junge Freunde und Schulkameraden gründeten am 16.1.1921 im Frankfurter Nordend den „Klub der Schachfreunde“. Als Vorsitzender wurde Carl Richter gewählt und im Lokal Heubes im Bornwiesenweg derSpielbetrieb aufgenommen.Bereits ein Jahr später zählte der Verein mehr als 30 Mitglieder1931 wurde das heutige „Schach-Cafe“ in der Moselstraße Clublokal.

Nach einer kurzen Episode von 1933 – 1936, als alle Frankfurter Schachvereine in der sogenannten „Schachvereinigung Groß-Frankfurt“ erfaßt und im „Großdeutschen Schachbund“ organisiert waren, erfolgte am15.2.1936 die Neugründung unter dem Namen „Verein der Schachfreunde“ mit damals 60 Mitgliedern.

1938 belegte der Verein in der erstmals ausgetragenen Deutschen Mannschaftsmeisterschaft den 5. Platz und in den folgenden Jahren hatten Namen unserer Mitglieder wie Otto Benkner, Dr. Taube, Walter Jäger, Ottilie Stibaner, Walter Niephaus, Paul Schlensker, Erwin Röhrich und Hans Drescher und Erich Joppen einen sehr guten Klang im deutschen Schachleben.

Nach dem 2. Weltkrieg begann am 3.3.1946 im „Schach-Cafe“ eine neue Epoche des Klubs als „Gemeinschaft der Schachfreunde“, aber die Heimstätten des Vereins wechselten rasch. 1948

rong> wurde des Spielbetrieb in das „Cafe Oper“ am Opernplatz, 1951 in die Pension Hartmann, Staufenstraße, 1954 ins Billard-Casino, Neue Kräme, und1955 in den Börsenkeller verlegt. Hier gab sich der Club eine Satzung und den heutigen Namen „Die Schachfreunde Frankfurt 1921 e.V.“. Von 1956 bis 1971 spielten die Schachfreunde im Festsaal des Südbahnhofs in Sachsenhausen und für 28 Jahren residierten wir im Haus Dornbusch. Ab 1998 begann der Wechsel in das Haus Ronneburg in Ffm-Preungesheim, wo wir auch heute noch sind.

Die unzähligen sportlichen Erfolge in Einzel- und Mannschaftswettbewerben können hier mit den Namen desDeutschen Meisters und vielfachen Hessenmeisters Walter Jäger, der Deutschen Meisterin und vielfachenHessenmeisterin Ottilie Stibaner, den Fernschachgroßmeistern Karl-Heinz Maeder und Paul Heilemann, zahlreichen Hessischen Mannschafts- und Pokalmeisterschaften, auch den Jahren unserer Mannschaft in der 2. Bundesliga (1984/86) und in der jüngsten Vergangenheit dem Internationalen Meister Bela Soos und dem mehrfachen Frankfurter Stadtmeister Eckhard Behnick nur in ganz unvollständigen Stichworten angedeutet werden.

Reimer Theil